Ausstellung erinnert an den Stifter Prof. Gottfried Beyer Das Museum im Stern wird 30

Warburg (WB/ski). Elf Ausstellungen hat das Warburger Museum im Stern im Ausstellungsjahr 2017 gezeigt. In diesem Jahr, in dem das Museum 30 Jahre alt wird, werden es nach dem bisherigen Planungsstand mindestens neun sein.

Eine Ausstellung erinnert an den Maler Gottfried Beyer, der 1968 starb. Mit einer testamentarischen Schenkung legte er den Grundstein für das Museum im Stern.
Eine Ausstellung erinnert an den Maler Gottfried Beyer, der 1968 starb. Mit einer testamentarischen Schenkung legte er den Grundstein für das Museum im Stern.

Insgesamt hatte das Museum im vergangenen Jahr 4500 Besucher, wie Museumsleiter Franz-Josef Dubbi auf Anfrage mitteilte. 2016 waren es 5600 gewesen, davon allein 1500 in der sehr gut besuchten Landwirtschaftsausstellung. Seit der Eröffnung im Jahr 1988 hatte das Museum nach Dubbis Angaben schon mehr als 190.000 Besucher

Großes Interesse an Kesting-Ausstellung

Das größte Interesse fand 2017 die Ausstellung »Vor fünfzig Jahren – Warburg und das Warburger Land 1967 in Fotografien von Erich Kesting«. 785 Besucher interessierten sich dafür, was sich in Stadt und Land vor einem halben Jahrhundert tat.

Begonnen hatte das Ausstellungsjahr mit der Ausstellung »Künstlerkoffer«.

Die beiden Sammler Heiner und Frank Hussong aus Dalhausen haben neben den 2016 im Museum im Stern gezeigten Holzpostkarten eine zweite Sammlung aufgebaut. Kleine Koffer aus durchsichtigem Plastik wurden auf Anregung der Sammler von bekannten und weniger bekannten Künstlern mit dem gefüllt, was für ihre Kunst oder für sie persönlich von Bedeutung ist. Eine Auswahl zeigte das Museum.

Ab dem 21. März waren dann weitere, neu gestaltete Kunst-Koffer in der Galerie des Museums zu sehen. Gepackt wurden sie von Museumsbesuchern, die sich dazu von den Exponaten aus der Sammlung Hussong angeregt fühlten. Deshalb trug diese Ausstellung den Titel »Selbstgepackt – Kunst-Koffer angeregt von der Sammlung Hussong«.

Pilgern war ein großes Thema

Anfang März wurde eine Ausstellung mit Arbeiten der Warburger Künstlerin Annette Lödige eröffnet. Unter dem Titel »Farben & Formen« zeigte sie in erster Linie Stillleben und Landschaftsbilder. Schon Tradition geworden ist die alljährliche Ausstellung »Vor fünfzig Jahren« mit Fotografien aus dem Nachlass von Erich Kesting. Rund 5000 Negative dokumentieren das fotografische Schaffen Kestings allein für das Jahr 1967. Daraus waren für die Ausstellung über das Jahr 1967 ab dem 14. Mai typische Aufnahmen ausgewählt worden.

Der 9. Juli war der Tag der Eröffnung der Ausstellung »Landschaften«. Sie zeigte 36 Arbeiten von 16 einheimischen und auswärtigen Künstlern, die sich dem Thema Landschaft zugewandt hatten. Damit stand nicht in erster Linie der Maler oder Graphiker im Mittelpunkt der Ausstellung, sondern das Motiv beziehungsweise das Genre. Alle gezeigten Gemälde und Graphiken stammten aus dem Bestand des Museums im Stern. Am 23. Juli wurde in der Galerie des Warburger Museums im Stern dann die Ausstellung »Ansichts­sachen« eröffnet. Albert Schriefer aus Beverungen zeigte 37 Arbeiten. Dominant war dabei die Zeichnung.

»Im Namen des Herrn unterwegs – Pilgern – Wallfahrten – Prozessionen« – so lautete der Titel der Ausstellung, die am 3. September eröffnet wurde. Sie gab punktuelle Einblicke in die vergangene und momentane Praxis des Pilgerns und Wallfahrens und der Prozessionen und wurde begleitet von Momentaufnahmen von Pilgern vieler Religionen im Heiligen Land.

Ausstellung über Luftbildarchäologie

Rund 60 Aufnahmen präsentierte die Ausstellung »Von oben! – Historische Städte und Orte im Luftbild« im November. Unter anderem waren alle Warburger Stadtteile aus der Vogelperspektive zu sehen. Annette Volmerts Ausstellung mit graphischen Arbeiten und Glasbildern zum Thema Weihnachten wurde in der Galerie des Museums bis zum Jahresende gezeigt. Exakt 100 Besucher waren bei der Eröffnung der Ausstellung »Einblicke – Aus dem Kunstunterricht Warburger Schulen« am 10. Dezember anwesend. Gezeigt werden noch bis in den Januar 2018 hinein fast 200 Arbeiten.

Das Programm 2018

Ab dem 28. Januar zeigt der Künstler Dieter Laue Beispiele seiner Malerei unter dem Titel »Malstrom«.

Hermann Tenge aus Scherfede hat sich fotografisch mit den romanischen Kirchen in Waldeck auseinandergesetzt. Seine Ausstellung beginnt am 4. März. Anschließend wird der Maler Gottfried Beyer gewürdigt, der am 17. April 1968 starb. Die Stadt und ihr Umland waren für ihn immer wieder Motiv seiner Arbeiten. Mit einer testamentarischen Schenkung legte er gewissermaßen den Grundstein für das Museum im Stern.

Rund 120 Aufnahmen aus dem reichhaltigen Negativnachlass des Altstädter Fotografen Erich Kesting werden das Leben in Warburg und im Warburger Land vor einem halben Jahrhundert ab dem 3. Juni vorstellen.

Gabriele Jankenberg aus Warburg zeigt unter dem Titel »Augen-Blicke« eine Auswahl ihrer Fotografien ab Ende Juli.

Märkte und Feste im Warburger Land

Märkte und Feste bildeten und bilden seit Jahrhunderten Höhepunkte im Warburger Jahreslauf. Dabei spielten und spielen gesellige und wirtschaftliche Gründe eine Rolle. Die Verleihung des Marktprivilegs durch Bischof Heinrich II. im Jahre 1366 an die beiden Städte markiert den Beginn dieser Warburger Tradition. Während die Jahrmärkte im Laufe der Geschichte mehr und mehr an Bedeutung verloren, brachte das 20. Jahrhundert zum Beispiel mit der Oktoberwoche und dem Kälkenfest neue Formen. Und spätestens seit dem 19. Jahrhundert sind die alljährlichen Schützenfeste aus dem Gemeinschaftsleben nicht mehr wegzudenken. Eine Ausstellung zu diesem Thema soll am 9. September beginnen.

Sandra Hancken aus Grimelsheim hat in der Vergangenheit in Ausstellungen im Museum im Stern die Landschaft der Region und die sie prägende Landwirtschaft fotografisch präsentiert. Dieses Mal stehen Portraitaufnahmen im Mittelpunkt der Ausstellung. Eröffnung: 21. Oktober.

Die Galerieausstellung von Reinhard Püttmann ab dem 11. November wird sich der Kunst der Ikonenmalerei zuwenden. Am 2. Dezember soll die alljährliche Ausstellung »Einblicke. Aus dem Kunstunterricht Warburger Schulen« starten.

Diese Ausstellungsreihe wurde im Jahr 2014 gestartet. Sie bietet alljährlich zum Jahresschluss den Schulen in der Stadt ein Forum, in dem sie sich mit Ausschnitten aus dem Kunstunterricht der Öffentlichkeit präsentieren können.

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