Bauarbeiten zwischen Netto-Supermarkt und Klinikgebäude haben begonnen Startschuss für den neuen Busbahnhof

Warburg (WB). In dieser Woche haben die vorbereitenden Arbeiten zum Bau des neuen Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) auf dem Gelände des ehemaligen Hubschrauberlandeplatzes zwischen dem Netto-Supermarkt und dem Klinikgebäude begonnen.

Von Ralf Benner
Zwischen dem Netto-Supermarkt (oben) und dem neuen Hubschrauberlandeplatz des Klinikums (Mitte) haben die Arbeiten für den Bau des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) begonnen. Dieser soll vom Paderborner Tor aus über die Alte Hüffertstraße angefahren werden. Die Ausfahrt erfolgt über einen Verbindungsweg zwischen dem bereits bestehenden Parkplatz und dem neu angelegten Krankenhausparkplatz. Sie mündet in Höhe der Stadthalle in die Hüffertstraße.
Zwischen dem Netto-Supermarkt (oben) und dem neuen Hubschrauberlandeplatz des Klinikums (Mitte) haben die Arbeiten für den Bau des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) begonnen. Dieser soll vom Paderborner Tor aus über die Alte Hüffertstraße angefahren werden. Die Ausfahrt erfolgt über einen Verbindungsweg zwischen dem bereits bestehenden Parkplatz und dem neu angelegten Krankenhausparkplatz. Sie mündet in Höhe der Stadthalle in die Hüffertstraße. Foto: Christian Geschke

In einem ersten Schritt räumten Arbeiter nun den Bauplatz frei. Mit Hilfe eines Bagger entfernten sie einige Obstbäume und Büsche und trugen großflächig den Rasen ab. »Wir sorgen jetzt zunächst für die Infrastruktur und kümmern uns um die erforderlichen Anschlüsse und Leitungen für Kanal, Wasser und Strom«, erläutert Ulrich Klare vom Bauamt der Stadt Warburg die Vorgehensweise. Diese Tiefbauarbeiten sollen etwa acht Wochen andauern und Ende August abgeschlossen sein.

Alte Hüffertstraße ab Mitte August gesperrt

Aufgrund der Bauarbeiten wird die Alte Hüffertstraße ab Mitte August für den Verkehr gesperrt. »Eine Umleitung ist dafür nicht erforderlich. Kunden können den Netto-Supermarkt nach wie vor vom Paderborner Tor aus über die Einfahrt zum Parkplatz erreichen. Auch der Lkw-Anlieferverkehr für den Markt wird dadurch nicht beeinträchtigt«, erklärt Klare.

Anfang September soll dann mit dem eigentlichen Bau des Busbahnhofes begonnen werden. Dieser soll Ende des Jahres fertig sein. Für das 1,16 Millionen Euro teure Vorhaben sind bereits Fördermittel des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) in Münster zugesagt worden. Bezuschusst wird der ZOB vom NWL zu 90 Prozent, also mit umgerechnet 1,04 Millionen Euro. Die Zweckbindungsfrist für diese Gelder beträgt zwei Jahrzehnte.

Sieben Haltestellen vorgesehen

Der Entwurfsplan für den Busbahnhof sieht vier Haltestellen an einem Inselbussteig und drei entlang der Alten Hüffertstraße vor. Jede soll mit einem Fahrgastunterstand beziehungsweise Wetterschutz versehen werden. Geplant ist ferner die Errichtung überdachter Fahrradständer für bis zu 15 Zweiräder. Diese seien auch Gegenstand der Förder­­entscheidung gewesen, so Klare.

Zudem sei in der Nähe des Inselbussteiges eine Toilettenanlage für die Busfahrer vorgesehen. Fahrgäste sollen rund 200 Meter weiter auf dem Schützenplatz das öffentliche WC-Häuschen nutzen.

Der Omnibusbahnhof soll vom Paderborner Tor aus über die Alte Hüffertstraße angefahren werden. Die Ausfahrt erfolgt über einen Verbindungsweg zwischen dem bestehenden Parkplatz und dem neu entstandenen Krankenhausparkplatz. Sie mündet in Höhe der Stadthalle in die Hüffertstraße. Das Gelände gehört dem Klinikum. Dessen Leitung hat dem Ausbau und der Nutzung des Weges bereits zugestimmt. Ulrich Klare schätzt die Kosten dafür auf 120.000 Euro. Diese müsse allerdings die Hansestadt tragen, denn der Ausbau dieses Weges werde vom NWL nicht gefördert.

Behindertengerechter Ausbau

Die Fahrbahnen rund um den Busbahnhof und auf der Alten Hüffertstraße sollen sieben Meter breit werden, darin sind jeweils drei Meter für die Halteflächen der Busse vorgesehen. Der Ausbau werde behindertengerecht ausgeführt, die insgesamt sechs Fußgängerüberwege mit taktilen Elementen versehen, führt Ulrich Klare aus.

Geplant ist auch eine »dynamische Fahrgastinformation« auf der Insel sowie eine per Funk gesteuerte so genannte Detektionsampelanlage, die den Verkehr an der Einfahrt zum ZOB regeln soll, damit Busse vom Paderborner Tor aus ohne große Verzögerung in die Alte Hüffertstraße abbiegen können.

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