Gemeinschaftsprojekt der Bürgerstiftung und des Lions Clubs Tafeln erklären Desenberg-Panorama

Warburg (WB). Der Blick vom Desenberg auf die ihn umgebende Landschaft ist bekanntermaßen fantastisch. Aber was sieht man eigentlich von der 344 Meter hohen Spitze des alten Vulkankegels? Diese Frage beantworten ab sofort Panoramatafeln, die in allen vier Himmelsrichtungen auf dem Bergplateau aufgestellt worden sind.

Von Ulrich Schlottmann
Sie haben die neuen Panoramatafeln auf dem Desenberg vorgestellt (von links): Winni Volmert und Reinhard Brenke (Bürgerstiftung), Schmied Hubert Ashauer, Thomas Berens (Lions Club), Architekt An­dreas Kropp und Bürgermeister Michael Stickeln
Sie haben die neuen Panoramatafeln auf dem Desenberg vorgestellt (von links): Winni Volmert und Reinhard Brenke (Bürgerstiftung), Schmied Hubert Ashauer, Thomas Berens (Lions Club), Architekt An­dreas Kropp und Bürgermeister Michael Stickeln Foto: Schlottmann

Bürgermeister Michael Stickeln hatte bei der offiziellen Übergabe der Erklärtafeln doppelten Grund zur Freude: Zum einen ist eine der wichtigsten touristischen Attraktionen der Stadt aufgewertet worden, zum anderen musste die Stadt Warburg keinen Cent zu der 5000 Euro teuren Investition beisteuern. Geteilt haben sich die Kosten die Bürgerstiftung und der Lions Club.

Stiftungsvorsitzender Winfried Volmert erinnerte daran, dass die Bürgerstiftung schon Erläuterungstafeln für die historischen Gebäude auch in den Ortsteilen gesponsert hatte. »Dies ist ein weiteres Projekt, das allen Bürgern, aber auch den Gästen der Stadt zugute kommt«, sagte Volmert. Thomas Berens, Past-Präsident des Lions Clubs, stellte heraus, dass seine Vereinigung neben sozialen Projekten nun einmal ein Vorhaben mit einem kulturellen und touristischen Aspekt gefördert hat. »Wir freuen uns aber auch darüber, damit zur Heimatkunde von Kindern beitragen zu können«, sagte Berens.

Bürgermeister Michael Stickeln sprach von einem »großartigen Projekt«. Der Desenberg sei nicht nur ein touristisches Highlight der Stadt Warburg, sondern auch ein verbindendes Element für die Bürger im Warburger Land. Die Erklärtafeln trügen dazu bei, die Heimat besser verstehen zu können, meinte der Bürgermeister.

In alle vier Himmelsrichtungen fotografiert

Die Federführung bei der Verwirklichung lag in den Händen des Warburger Architekten ­Andreas Kopp, der an einem schönem Sommertag auf den Desenberg gewandert war und in alle vier Himmelsrichtungen fotografiert hatte. »Um ein Panoramabild zu erstellen, waren 12 bis 15 Aufnahmen notwendig«, erläuterte er. Die Bilder fügte er nahtlos zusammen, so dass keine Übergänge zu sehen sind. »Das Schwierige war dann aber, das zu bestimmen, was auf den Bildern zu ist. Es war gar nicht so einfach, die Dörfer von oben zu erkennen«, gab Kropp zu.

Um die Tafel inhaltlich nicht zu überfrachten, sind nur die wirklich markanten Punkte benannt worden, so die Dörfer, die Höhezüge in der Umgebung und ins Auge fallende Gebäude wie beispielsweise die Zuckerfabrik.

Die technische Umsetzung lag in den Händen des Warburger Schlossermeisters Hubert Ashauer, der für die Panoramtafeln Ständer aus Edelstahl gebaut hat. Sie haben eine Höhe, die er auch Kindern erlaubt, einen Blick auf die Tafeln zu werfen.

Desenberg touristisch aufgewertet

Der unter Natur- beziehungsweise Denkmalschutz stehende Desenberg mit der markanten Burgruine ist in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt touristisch aufgewertet worden. So ist der Turm der Burgruine 1990 grundlegend saniert und begehbar gemacht worden. In den vergangenen Jahren ist zudem eine neue Zuwegung geschaffen worden, die sich spiralförmig um den Bergkegel windet. Der Aufstieg ist damit weniger steil und anstrengend. Zuletzt ist eine Beleuchtungsanlage installiert worden, mit der Ruine und Bergkegel zu besonderen Anlässen wie der Oktoberwoche angestrahlt werden.

Der Desenberg und die Burg befinden sich seit dem 13. Jahrhundert im Besitz der von Spiegels. Aktueller Besitzer ist der in München wohnende Graf von Spiegel zum Desenberg.

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