6000 Menschen besuchen syrisch-orthodoxes Familienfest im Kloster Patriarch segnet Gläubige

Warburg (WB). Etwa 6000 Menschen aus ganz Europa sind am Wochenende nach Warburg gekommen, um beim großen Familienfest auf dem Gelände des Klosters St. Jakob von Sarug dabei zu sein. Grund für das große Interesse war der hohe Besuch aus Damaskus. Moran Mor Ignatius Aphrem II., Oberhaupt der syrisch-orthodoxen Kirche, gab sich die Ehre.

Von Michaela Weiße
Patriarch Moran Mor Ignatius Aphrem II. (rechts, Oberhaupt der syrisch-orthodoxen Kirche) und Erzbischof Mor Philoxenus Mattias Nayis, der seinen Sitz im Warburger Kloster hat, genießen das Familienfest.
Patriarch Moran Mor Ignatius Aphrem II. (rechts, Oberhaupt der syrisch-orthodoxen Kirche) und Erzbischof Mor Philoxenus Mattias Nayis, der seinen Sitz im Warburger Kloster hat, genießen das Familienfest. Foto: Michaela Weiße

Mit großer Vorfreude warteten die Besucher auf die Ankunft des Patriarchen. »Wann kommt er endlich?«, fragte ein Junge ganz aufgeregt, der mit den anderen Kindern Spalier stand, um Seine Heiligkeit mit gelben Fähnchen zu begrüßen. Dann ertönte feierliche Musik und Moran Mor Ignatius Aphrem II. schritt – begleitet von weiteren Geistlichen sowie Sicherheitsleuten – durch die Menge. Mit viel Jubel wurde das Kirchenoberhaupt empfangen. Es ist der zweite Besuch des Patriarchen binnen weniger Monate. Im vergangenen Jahr weihte er im Warburger Kloster ein Museum ein.

Zahlreiche Kameras, darunter auch die zweier syrischer Fernsehsender, waren auf den Patriarchen gerichtet. Der Andrang war groß. Viele Gläubige wollten sich den Segen des Patriarchen holen. Dabei küssten sie das Kreuz in seinen Händen.

Bei strahlendem Sonnenschein herrschte den ganzen Tag buntes Treiben auf dem Gelände des früheren Dominikanerklosters. Der Jugendverband der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien in Deutschland (Sokad) hatte unter Federführung des Erzbischofs Mor Philoxenus Mattias Nayis bereits zum vierten Mal ein solches Familienfest veranstaltet. »Zudem feiern wir in diesem Jahr das 20-jährige Jubiläum des Klosters«, berichtete Elisabeth Ayden, Mitglied des Sokad-Bundesverbandes.

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