Grundsätzliche Zustimmung im Rat, aber noch offene Fragen Busbahnhof auf den Weg gebracht

Warburg (WB). Der Warburger Stadtrat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend den Bau eines zentralen Omibusbahnhofs an der Alten Hüffertstraße auf den Weg gebracht. In der Diskussion zeigte sich allerdings, dass noch etliche Fragen offen sind.

Von Ulrich Schlottmann
Auf der Fläche des derzeitigen Hubschrauberlandeplatzes möchte die Stadt Warburg einen Omibusbahnhof errichten.
Auf der Fläche des derzeitigen Hubschrauberlandeplatzes möchte die Stadt Warburg einen Omibusbahnhof errichten. Foto: Christian Geschke

Voraussetzung für die Verwirklichung des Projekts ist, dass das Klinikum Warburg den Hubschrauberlandeplatz näher an das Krankenhausgebäude verlegen kann. Das ist beabsichtigt, sobald die luftfahrttechnischen und baurechtlichen Genehmigungen vorliegen. Die Stadt will dann eine rund 2800 Quadratmeter große Fläche erwerben und dort den Busbahnhof errichten.

Entstehen sollen auf der Fläche insgesamt acht Haltestellen. Auf dem jetzigen Landeplatz ist der Bau eines sogenannten Inselbussteiges geplant. Daran können maximal fünf Busse halten. Weitere drei Haltestellen sollen entlang der Alten Hüffertstraße gebaut werden.

Geplant ist, dass die Busse über das Paderborner Tor in den Busbahnhof einfahren und ihn über die Hüffertstraße wieder verlassen. Dazu soll die alte Hüffertstraße zwischen dem Netto-Markt und Krankenhausparkplatz als Einbahnstraße ausgewiesen werden. Um genug Platz für einen neuen Bürgersteig, Haltestellen und die Fahrbahn zu schaffen, ist geplant, sie auf 10,50 Meter Breite auszubauen. Die Gehwege sollen so ausgelegt werden, dass die Fußgänger, insbesondere die Schüler, den Busbahnhof sicher erreichen können.

Die Stadt Warburg hofft für den geplanten Busbahnhof, der rund eine Million Euro kosten wird, auf einen Zuschuss von 90 Prozent aus einem Fördertopf für den öffentlichen Personennahverkehr.

CDU-Fraktionsvorsitzender Willi Vonde betonte, dass der Bau eines zentralen Omnibusbahnhofes eine alte Forderung der Christdemokraten sei. Vorteil sei, dass die Innenstadt weitgehend vom Busverkehr, speziell dem Schulbusverkehr, entlastet werde. Auch die SPD sieht das Vorhaben nach den Worten ihres Fraktionsvorsitzenden Karl-Heinz Hellmuth positiv. Der SPD-Sprecher meinte allerdings, das Vorhaben müsse in ein Verkehrskonzept eingebunden werden.

Das sehen die Grünen ähnlich, wie Sprecherin Hilla Zavelberg-Simon deutlich machte. »Es könnte sein, dass ein Omnibusbahnhof die ohnehin schon angespannte Verkehrssituation im Bereich Paderborner Tor/Alte Hüffertstraße/Kreisel noch verschärft. Deshalb sollte ein Verkehrsgutachter hinzugezogen werden«, meinte sie. Nach Ansicht der Grünen sollte zudem die gesamte Fläche, die durch den Krankenhausabriss frei geworden ist – einschließlich der vorhanden Parkplätze – überplant und in ein Gesamtkonzept eingebunden werden. Doris Hauk von den Grünen befürchtete, mit dem Absegnen einer Vorplanung könnten schon Fixpunkte geschaffen werden. Diese Bedenken suchte Bürgermeister Michael Stickeln zu zerstreuen. Das Vorliegen einer Planung sei die Voraussetzung für den Zuschussantrag gewesen, der fristgerecht vor dem 31. Januar 2015 auf den Weg gebracht worden sei.

Mit dem Fließen der Gelder rechne er nicht vor 2016. Es sei also ein Jahr Zeit für Diskussionen und konkrete Planungen. »Ich gehe nicht davon aus, dass die jetzt vorliegende Planung eins zu eins übernommen wird«, sagte Stickeln. Der ins Auge gefasste Standort mache aber Sinn, betonte er.

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