Bürgermeister Joachim Franzke übergibt Amtsgeschäfte an Nachfolger Carsten Torke Chefwechsel im Rathaus

Steinheim (WB). Nach elf Jahren im Amt des Bürgermeisters der Stadt Steinheim hat Joachim Franzke (54) am Freitag seine Amtsgeschäfte an Torsten Torke (49) übergeben. Der Berufsoffizier aus Vinsebeck hat sein Dienstzimmer bei der Bundeswehr geräumt und wird sich von Mittwoch, 21. Oktober,  an als neuer Chef der Steinheimer Verwaltung den Herausforderungen stellen. Am 9. November ist im Rat eine Feierstunde mit Torke zur Amtseinführung vorgesehen, auch Franzke wird dabei sein.

Von Harald Iding
Joachim Franzke (rechts) hat seinem Nachfolger Carsten Torke am Freitag die Amtsgeschäfte übergeben. Für Franzke war es der letzte Tag im Rathaus als Chef. Bis zu seinem 55. Geburtstag am 20. Oktober hat er frei. Torke beginnt am 21. Oktober als neuer Leiter im Rathaus.
Joachim Franzke (rechts) hat seinem Nachfolger Carsten Torke am Freitag die Amtsgeschäfte übergeben. Für Franzke war es der letzte Tag im Rathaus als Chef. Bis zu seinem 55. Geburtstag am 20. Oktober hat er frei. Torke beginnt am 21. Oktober als neuer Leiter im Rathaus. Foto: Harald Iding

Für Joachim Franzke ist dieser wichtiger Tag der Übergabe seine letzte Amtshandlung gewesen. »Bis einschließlich Dienstag, 20. Oktober, meinem Geburtstag, genieße ich den Resturlaub. Heute ist also das Ende meiner elfjährigen Zeit als erster Bürger der Stadt«, sagte Franzke im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Lesen Sie in der Wochenendausgabe der Lokalzeitung Höxter exklusiv alles über den Stabwechsel und was sich die beiden Chefs für die Zukunft wünschen.

Franzke zieht Bilanz

Bereits vor Wochen hatte Franzke im großen Interview mit dieser Zeitung eine Bilanz seiner Arbeit in der Emmerstadt gezogen. Er sagte unter anderem: »Ich liebe die Geradlinigkeit der Steinheimer, die handeln und es nicht bei Diskussionen belassen wollen!«

Millionenprojekte realisiert

Mit seinem Namen sind viele große Projekte eng verbunden. So hat Steinheim ein saniertes und attraktives Freizeitbad, das von einem Förderverein leidenschaftlich geführt wird. Die beiden Grundschulen (Kernstadt und Vinsebeck) sind bestens aufgestellt und auch die weiterführenden Bildungseinrichtungen haben in den vergangenen Jahren eine umfassende Sanierung und Neuausstattung bekommen.

Stadtentwicklung im Aufwind

Jüngste Maßnahme war die Umgestaltung des Pausenhofes des Gymnasiums mit tollen Erlebnis- und Ruhezonen. Mit einer Investition von mehr als vier Millionen Euro ist vor Jahren frühzeitig die Kläranlage der Großgemeinde auf den neuesten Stand gebracht worden. »Vieles der Stadtentwicklung haben wir schon vor dem Mammutprojekt Stadtumbau West realisieren können. Und weil wir die unrentierlichen Schulden bereits 2007 getilgt und in Arbeitskreisen viele gute Ideen und Konzepte entwickelt hatten, boten wir zum Start in 2008 beste Voraussetzung für die Aufnahme in dieses Projekt. Deswegen haben uns die Bezirksregierung und das Land gerne unterstützt, weil wir nämlich schon Jahre zuvor Vorarbeit geleistet hatten – beispielsweise mit dem Arbeitskreis Attraktive Innenstadt.«

Zweite Runde war entscheidend

Immer wieder sei Franzke herausgefordert gewesen, gemeinsam mit allen Beteiligten den Spagat zu meistern, was die Ausrichtung der Stadt anbetrifft. Der Rat mit seinen Kommunalpolitikern würde naturgemäß in Legislaturperioden handeln. »Als Bürgermeister sehe ich die Dinge noch einige Schritte und Jahre weiter. So reicht meist eine Amtsperiode nicht aus, um wichtige Entwicklungen umzusetzen. Auch bei mir war die zweite Runde entscheidend. Viele Maßnahmen sind in die Umsetzung gekommen. Das macht mich glücklich!«

Neue berufliche Herausforderung

Für den neuen Emmerauenpark wünscht er sich, dass die »grüne Insel«, die sehr wichtig sei für die Lebensqualität der Bürger, weiter an Bedeutung gewinnt. Joachim Franzke, der seit Ende seines Studiums ununterbrochen gearbeitet und sich für andere eingesetzt habe, will sich zunächst eine Auszeit gönnen. »Ich bin da ergebnisoffen, wohin die Reise in 2016 gehen wird. Vorher wird es jedoch keine Entscheidung von mir geben. Fest steht, dass meine Familie und ich hier in Steinheim wohnen bleiben wollen. Beruflich will ich gerne neue Herausforderungen annehmen und dann für neue Aufgaben durchstarten. In zehn Jahren kann man noch viel erreichen, ich freue mich darauf. Als Privatmann bleibe ich Steinheim, meiner lieb gewonnenen Heimatstadt, für immer verbunden.«

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