Stefan Haufs kümmert sich in Steinheim um die Themen Klimaschutz und Demografie Neuer Manager im Rathaus

Steinheim (WB). Dieser Arbeitsplatz ist in den Rathäusern selten anzutreffen. Stefan Haufs ist der neue Manager für Klimaschutz und Demografie in der Großgemeinde Steinheim. »Ich freue mich auf meine Aufgabe und die Menschen«, sagte der 30-Jährige dieser Zeitung.

Von Harald Iding
Rheinländische Frohnatur: Stefan Haufs aus Jüchen (Regierungsbezirk Düsseldorf) hat seine Stelle als Manager für Klimaschutz und Demografie im Steinheimer Rathaus angetreten. Er sieht eine größere Schnittmenge bei den beiden Themenkomplexen.
Rheinländische Frohnatur: Stefan Haufs aus Jüchen (Regierungsbezirk Düsseldorf) hat seine Stelle als Manager für Klimaschutz und Demografie im Steinheimer Rathaus angetreten. Er sieht eine größere Schnittmenge bei den beiden Themenkomplexen. Foto: Harald Iding

Nach dem Abitur in Neuss und Studium in der Rheinmetropole Köln (Fachrichtung Klimawissenschaften, Geologie, Bodenkunde und Landschaftsplanung) sowie Weiterbildungen (Demografie, Projektmanagement) hat der aus Jüchen im Regierungsbezirk Düsseldorf stammende Stefan Haufs vor kurzem seine neue Stelle in der Emmerstadt angetreten. »Ich bin noch ziemlich neu hier und mein Arbeitsplatz ist auf drei Jahre befristet«, betonte der Manager bei seiner Vorstellung im Rat Steinheim.

Bürgerbus

Dort präsentierte Haufs auch seine Ziele und angedachten Projekte – wie den Bürgerbus.»Ziel sollte es sein, auch die Ortschaften mit einzubinden. Etwa 20 bis 25 Ehrenamtliche wären nötig, um so ein Angebot vorzuhalten. Das ist nicht nur gut für das Klima, sondern trägt auch dem demografischen Wandel Rechnung«, so Haufs. Gefördert wird der Manager vom Bundesministerium. Begleitet wird er vom Projektträger Jülich. Es sei allerhöchste Zeit, die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Erderwärmung

Die Jahresmitteltemperatur in Deutschland sei spürbar gestiegen. »Die Erwärmung verläuft zwar nicht linear, denn es gibt überlagernde Trends. Aber eine starke Erwärmung ist seit 1980 nachweisbar.« Für Steinheim sei das erklärte Ziel, bis 2020 eine CO2-Emissionsminderung von 40 Prozent zu erreichen. »Und bis 2050 sollte eine Reduzierung von 80 bis 90 Prozent möglich sein«, so Haufs zu den Zielen beim Klimaschutz. Er nannte die Stichworte »Erneuerbare Energien«, »Bauen und Sanieren«, »Verkehr und Mobilität« sowie »Wirtschaft«. Jeder dieser Faktoren würde im Klimaschutzkonzept der Stadt aufgegriffen. Haufs:

Projekt »Jung kauft Alt«

»So kommt das Projekt ›Jung kauft Alt‹ in anderen Regionen gut an. Junge Familie kaufen alte Immobilien, die modernisiert und vor allem umweltfreundlich saniert werden.« Natürlich gehöre die weitere Sanierung kommunaler Gebäude ebenso dazu wie in Firmen ein betriebliches Energiemanagement. Der Bau eines Radweges nach Billerbeck, ein Bürgerbus und die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) würden ebenfalls auf der Agenda stehen.
»Ich freue mich auf eine enge Zusammenarbeit – mit den Mitarbeitern der Verwaltung und den Bürgern«, erklärte Haufs.

Stärken und Schwächen

Die Gemeinde habe Stärken und Schwächen: Positiv seien unter anderem der hohe Erholungswert, die Infrastruktur, die günstigen Mietpreise und Immobilien, die motivierten Bürger und die überschaubare Stadtgröße. Als Schwächen zählte er den Arbeitsmarkt, den Strukturwandel, die Arbeitswege und die geringen Jugend-Angebote auf. Leerstände müssten beendet und die Abwärtsspirale aufgehalten werden. Das könne beispielsweise durch die Förderung des Vereinslebens und eine altersgerechte Planung geschehen.

Ansprechparter

Stefan Haufs ist im Rathaus Steinheim telefonisch erreichbar unter 05233/21-181 (Zimmer 056).

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