16 Gruppen aus dem Kreis Höxter treten beim Regionalwettbewerb »Jugend forscht« an Jungforscher setzen auf »Spinner«

Höxter (WB). »Jugend forscht« ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Ziel ist, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern. 16 Gruppen aus dem Kreis Höxter fahren am 17. Februar zum Regionalwettbewerb nach Paderborn.

Von Chris Lingnau
Die Schüler Johannes Oesselke (links) und Lukas Güthoff wollen ihre Arbeiten der Jury präsentieren.
Die Schüler Johannes Oesselke (links) und Lukas Güthoff wollen ihre Arbeiten der Jury präsentieren. Foto: Chris Lingnau

»Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement und welcher Begeisterung die Teilnehmer bei der Sache sind«, sagt An-dreas Stolte, Pressesprecher des HNF (Heinz-Nixdorf-Museums -Forum). Am Samstag, 17. Februar, startet der Regionalwettbewerb von »Jugend forscht« im HNF Paderborn in eine neue Runde. Die Jungforscher aus dem Kreis Höxter gehen mit mehreren spannenden Projekten an den Start: Wetterballon über Brakel, Fidget-Spinner in Warburg oder Teichmuscheln im Baggersee sind die Themen 2018 überschrieben.

Präsentation im HNF

Von 14 bis 17 Uhr präsentieren die Schülerinnen und Schüler im Museums-Forum öffentlich an selbst gestalteten Ständen ihre Ideen und Arbeiten rund um die sieben Fachgebiete Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik, Informatik, Physik und Technik. Die 62 Teilnehmer treten in zwei Altersklassen bei »Jugend forscht« und »Schüler experimentieren« an. Abschließend bewertet eine Fachjury die Arbeiten der jungen Forscher. Die Sieger qualifizieren sich für die Landeswettbewerbe in Leverkusen (»Jugend forscht«) und Essen (»Schüler experimentieren«). Insgesamt sind 62 Teilnehmer bei Deutschlands bedeutendstem Nachwuchswettbewerb dabei, 16 Projekte kommen dabei aus dem Kreis Höxter. Elena Kirch vom Städtischen Gymnasium Beverungen untersucht mit ihrem Projekt das »Vorkommen von Ektoparasiten an Fledermäusen im Kreis Höxter«. »Mein Vater kartiert die Fledermäuse hier im Kreis, deshalb interessiert mich dieses Thema auch sehr«, erklärt die 15-jährige Schülerin.

Mit den »Untersuchungen zur Veränderung der zoologischen Artenvielfalt in der Tiefsee des Pazifiks durch den Manganknollenabbau« befasst sich Amelie Heidenreich aus Beverungen. »Bei einem Praktikum in Kiel wurde ich mit einem ähnlichen Thema konfrontiert, so kam die Idee zu diesem Projekt«, sagt die 17-jährige Schülerin vom Gymnasium Beverungen.

Emily Fleischhauer und Hannah Lötzke vom Gymnasium Brakel forschen über das »Baumharz – Das Blut der Fichte«. Die beiden Jungforscherinnen: »Bei einem Waldspaziergang entdeckten wir kleine Beulen an den Fichten. Wir nahmen uns davon Proben mit, so entstand die Idee zum Projekt«.

»Der perfekte Wecker – mit Licht?«

Mit einem noch immer aktuellen Thema befassen sich Max Hecker und Heiner Prott vom Gymnasium St. Xaver in Bad Driburg. Sie möchten überprüfen, ob wirklich Stickoxide in Verbrennungsabgasen enthalten sind. Als »WaterWatchers« versuchen sich Nyemat Zayed und Pia-Sophie Weber vom Städtischen Gymnasium Steinheim. Sie gehen der Frage »Wie viel Organik steckt in unserem Wasser?« nach.

Hannah Zeißler und Johannes Oesselke von der Brede Brakel forschen »über den Wolken« – mit ihrem »Projekt Wetterballon und Besonderheiten daran«. »Wir haben zusammen mit unserem Kurs einen Ballon fliegen lassen. Er war ausgestattet mit Kameras und Messinstrumenten – es ist wirklich super interessant«, freuen sich die beiden über ihr Projekt.

Basierend auf diesen Messergebnissen entwickelte der 17- jährige Lukas Güthoff vom Gymnasium Brede sein eigenes Projekt unter dem Titel »Vergleich der Genauigkeit der Höhenbestimmung durch die barometrische Höhenformel und durch GPS«.

Philipp Eckardt und Jonas Falke vom Gymnasium St. Xaver Bad Driburg forschen über »Der perfekte Wecker – mit Licht?« Über die »Möglichen Anwendungsbereiche von Holografie« forschen Jasmin Sommer und Amelie Schukat vom Gymnasium Bad Driburg.

Marie-Theres Scheid vom Gymnasium Brede Brakel befasst sich mit dem Thema »Embryonalentwicklung beim Ambystoma mexicanum«. »Da wir selber solche Tiere Zuhause haben, konnte ich hautnah beobachten wie die Zellteilung vonstatten geht. In meinem Projekt möchte diese Entwicklung unter verschiedenen Bedingungen testen«, erklärt die 13- jährige Jungforscherin.

Muscheln im Baggersee

Der Forschungsfrage »Gewässer-Renaturierung am Beispiel des Hilgenbachs in Bad Driburg – Eine effektive Maßnahme?« gehen Lotta Lüke und Madlena Markus vom Gymnasium St. Xaver Bad Driburg bei »Jugend forscht« nach. »Untersuchungen zum Vorkommen der Gemeinen Teichmuschel im Baggersee bei Meinbrexen« lautet die Arbeit von Joost Menke, Leon Schikyr und Felix Weißenborn vom Städtischen Gymnasium Beverungen. »Als wir selbst im Baggersee schwimmen waren, entdeckten wir die Muscheln. Das hat unser Interesse geweckt. Wir wollten sofort mehr herausfinden«, schildern die drei 14-Jährigen ihre Inspiration bei der Themenfindung. Mit dem Trend-Spielzeug 2017 befassen sich Daniel Raatz und Noah Schaller vom Hüffertgymnasium in Warburg. »Untersuchungen zur Gewichtsverteilung an Fidget-Spinnern« lautet das Thema ihres Projektes. Unter dem Titel »Voyager« forscht Bastian Lange vom Städtischen Gymnasium Steinheim an der Entwicklung eines wasserstoffbetriebenen Elektrobootes.

Der Eintritt zur Ausstellung am Samstag, 17. Februar, im Heinz-Nixdorf-Museums-Forum in Paderborn ist kostenlos. Landes- und Bundeswettbewerbe schließen sich im Frühjahr an.

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