Ulrich Fraune wird nach 34 Jahren an Volkshochschule verabschiedet »Teamplayer und Führungskraft«

Höxter/Marienmünster (WB). »Inventar und Urgestein«: Ganze 34 Jahre waren Ulrich Fraune und die Volkshochschule Höxter-Marienmünster kaum auseinander zu denken – jetzt trennen sich ihre Wege. Ganz offiziell ist der bisher stellvertretende Leiter in einer Feststunde verabschiedet worden.

Von Timo Gemmeke
Mit dem bekannten lachenden und weinenden Auge (von links): VHS-Leiter Rainer Schwiete, Bürgermeister Alexander Fischer, bisher stellvertretender VHS-Leiter Ulrich Fraune und Marienmünsters Bürgermeister Robert Klocke bei der Verabschiedung.
Mit dem bekannten lachenden und weinenden Auge (von links): VHS-Leiter Rainer Schwiete, Bürgermeister Alexander Fischer, bisher stellvertretender VHS-Leiter Ulrich Fraune und Marienmünsters Bürgermeister Robert Klocke bei der Verabschiedung. Foto: Timo Gemmeke

Rückkehr in Studienstadt Münster

Freunde und Familie, Kollegen und Bekannte waren am vergangenen Freitag in seine ehemalige Wirkungsstätte am Möllingerplatz gekommen, um das »Gesicht der Volkshochschule« – wie Bürgermeister Alexander Fischer den 65-Jährigen adelte – zu verabschieden. Wie berichtet, geht Fraune in den Ruhestand und kehrt in seine ehemalige Studienstadt Münster zurück.

»Ich bin dort heimisch – das umzusetzen, ist der nächste Schritt. Ich habe noch viele Träume und Wünsche, die ich Wirklichkeit werden lassen möchte«, sagte er. Münster habe diesbezüglich einen besonderen Reiz – nicht zuletzt, weil im Umkreis vier seiner fünf Geschwister sowie viele alte Freunde leben. »Einiges ist geblieben, anderes wiederum hat sich geändert. Jetzt möchte ich die Stadt für mich neu entdecken«, beschreibt er seine Motivation.

VHS zu führender Bildsungseinrichtung gemacht

Dass die Volkshochschule Höxter-Marienmünster heute zu den führenden Weiterbildungseinrichtungen der Region auch über die Stadtgrenzen von Höxter und Marienmünster hinaus gehört, das sei unter anderem Fraunes Engagement zu verdanken, so Fischer. Es sei »ein großes Glück« gewesen, dass es Fraune nach seiner Zeit als Dozent an der Akademie Klausenhof in Dingden nach Höxter gezogen habe.

Vorher studierte Fraune Wirtschaftswissenschaften mit den Fächern VWL und BWL sowie katholische Religionslehre und Pädagogik für die Sekundarschule II in Münster.

Strukturen aufgebaut und Netzwerke geknüpft

Als Fraunes »Erfolgsgeheimnis« stellte Fischer mit Zuspruch aller anwesenden Kollegen die so seltene Mischung aus »Teamplayer und Führungskraft« heraus. Kreative Ideen, ausgereifte Konzepte und gute Kontakte hätten Frauens Wirken so besonders gemacht. »In den vergangenen 34 Jahren hatten Sie entscheidenden Anteil am Erfolg der Volkshochschule«, lobte der Bürgermeister. In dieser Zeit bildete Fraune zunächst mit Dr. Ernst Weichbrodt und später mit Rainer Schwiete das Führungsduo der VHS. Vermissen wird ihn auch der aktuelle Leiter: »Ulrich Fraune hat viele Strukturen aufgebaut und Netzwerke geknüpft. Er hat ein gewisses Gespür für Trends. Seine Nachfolgerin Dr. Claudia Gehle wurde glücklicherweise zwei Jahre von ihm eingearbeitet – sie tritt jedoch in große Fußstapfen.«

Besonders hervorgehoben wurde auch die jahrelang erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Jobcenter. »Ohne Sie wäre das riesige Angebot, welches heute zur Verfügung steht, nicht möglich«, sagte Tanja Hartmann vom Jobcenter des Kreises Höxter. Projekte zur beruflichen Weiterbildung seien seinem Einsatz zuzuschreiben. In einem Punkt waren sich alle Laudatoren einig »Wir werden Ulrich Fraune in Höxter vermissen.«

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