Projektwoche der Petrischule ein Erfolg – Ababacar Coly aus dem Senegal gibt Tipps »Trommelzauber« reißt alle mit

Höxter (WB/mar). »Gemeinsam sind wir stark« – unter diesem Motto hat das Projekt »Trommelzauber« an der Petrischule Höxter alle Akteure mitgerissen. Und auch die Gäste zeigten sich bei der Abschlussveranstaltung restlos begeistert.

Aus der Sporthalle wird eine Phantasiewelt mit Gazellen, Giraffen, Elefanten und Affen. Der Spaß an der Musik ist riesig.
Aus der Sporthalle wird eine Phantasiewelt mit Gazellen, Giraffen, Elefanten und Affen. Der Spaß an der Musik ist riesig. Foto: Marlene Groffmann

Gefühl für Rhythmus und Gemeinschaft entwickeln

Eine Woche lang lernten die Schulkinder der Klassen eins bis vier ein Gefühl für Rhythmus und Gemeinschaft zu entwickeln. Der aus Afrika stammende 40-jährige Ababacar Coly sei von der ersten Minute an mit viel Herz und großer Leidenschaft bei der Sache gewesen, schwärmten die Teilnehmer. »Was Menschen brauchen sind Menschen« betonte Coly, der das Projekt ganz alleine leitete.

»Tiertänze« für mehr Selbstbewusstsein

Neben dem Trommeln lernten die Kinder auch ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln und sich statt mit ihren Smartphones lieber miteinander und der Musik intensiv zu beschäftigen. Jeden Tag trommelte »Baba«, wie die Kinder den Musiker nannten, zuerst mit allen gemeinsam. Dann wurden in den einzelnen Jahrgangsstufen »Tiertänze« erprobt. Die Erstklässler wurden zu flinken »Gazellen«, die Zweitklässlern zu »Giraffen«, die Drittklässer bildeten die »Elefanten« und aus der vierten Klasse wurde eine »wilde Affenbande«.

»Wir sind Klasse!«

Zum krönenden Abschluss führten die Kinder nun zusammen mit ihren Lehrern vor zahlreichen Zuschauern (Familien und Freunde) das Gelernte in der Bielenberghalle vor. Die Kostüme bastelten die jungen Trommler im Rahmen des Projektes übrigens selbst. Neben den einzelnen Vorführungen der Tiergruppen wurden zwischendurch immer wieder Lieder gesungen und dazu im Rhythmus der fröhlichen Musik kräftig auf die Felle geschlagen. Immer wieder rief Ababacar Coly: »Wir sind klasse!«.

Atmosphäre afrikanischer Lebensfreude

Dass dieses Gefühl bei den Kindern ankam, sah man deutlich. Auch das Publikum wurde eingeladen, zusammen mit den Kindern zu singen und zu tanzen. »Sisa mile massi puma lele« – so lautet der Text des Mutmachliedes, das »Baba« zwischendurch immer wieder anstimmte. Eine Atmosphäre aus purer Lebensfreude breitete sich in der gesamten Turnhalle aus. »Man sieht deutlich, dass hier eine Gemeinschaft entstanden ist, die glücklich macht«, sagte Schulleiterin Margit Streicher-Bönnighausen dieser Zeitung.

Neben dem Trommeln lernten die Kindern auch eine neue Kultur kennen und konnten dem Musiker fragen über seine Heimat stellen. Er sei im Senegal, dem Geburtsland von »Trommelzauber«, geboren und habe das Trommeln seit der frühen Kindheit gelernt. Seit 2004 ist »Baba« nun schon Profi- Trommler und sagt: »Jeder kann das lernen. Denn der Herzschlag ist der erste Rhythmus, den wir hören!« Trommeln sei sein Lebensrhythmus. Unglaublich spielerisch hatten die Kinder bei diesem Projekt die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen. »Nicht nur für die Schulkindern, sondern auch für uns Lehrer war das Projekt ein tolles Erlebnis«, betonte die Schulleiterin zufrieden.

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