Auftritt in Höxter: Poetin Christina Lux ist leidenschaftlich und kraftvoll Die Sehnsucht nach der großen Freiheit

Höxter (WB). Sie gibt den Schwachen, den Unterdrückten und all denen, die von der großen Freiheit und grenzenlosen Liebe träumen, eine Stimme – die berührt. Christina Lux hat trotz der Jahrzehnte als Musikerin und Poetin nichts an Vitalität, kindlicher Freude und Esprit verloren. Und diese Natürlichkeit will sie sich auch auf keinen Fall nehmen lassen.

Von Harald Iding
Mit ihrem Programm hat Christina Lux auf Einladung der Höxteraner Grünen im historischen Rathaus das Publikum unterhalten. Gastgeberin Kristin Launhardt-Petersen sollte Recht behalten mit ihrer Begrüßung: »Christina Lux macht hörbar, was sonst zu leise bleibt!«
Mit ihrem Programm hat Christina Lux auf Einladung der Höxteraner Grünen im historischen Rathaus das Publikum unterhalten. Gastgeberin Kristin Launhardt-Petersen sollte Recht behalten mit ihrer Begrüßung: »Christina Lux macht hörbar, was sonst zu leise bleibt!« Foto: Harald Iding

»Dinge kann man nur verändern, wenn man Mut aufbringt«, lautet eine ihrer Lebensformeln, die immer wieder in den selbstverfassten, starken Werken zum Ausdruck kommen. »Aber mit 52 Jahren wird man einfach gelassener – man geht die Dinge langsam an.« Für eine glückliche Kindheit sei es jedoch nie zu spät, findet Lux. Sie will allen Mut machen.

»Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.«

Auch Franz Kafka habe sie beeindruckt mit seinem Ausspruch: »Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.« Stimmt genau. In ihren zum Teil leise wie auch energisch vorgetragenen Liedern – wunderbar selbst begleitet an der Gitarre – spiegelt sich ihre große Menschenfreude wider. Nicht Ausgrenzung, nicht Unterdrückung und auch nicht Selbstverliebtsein sind das Maß der Dinge – vielmehr kann die Welt viel schöner und authentischer werden, wenn sich die Menschen zu ihren wahren Gefühlen bekennen und durch ein ehrliches Miteinander. Das Lied »Meer« auf ihren neuen CD »Leise Bilder« ist eines der wundervollen Stücke der Kölnerin, wo es um das Meer und das Land geht. Beides könne sich nie verlieren – so sei es auch in einer harmonischen Partnerschaft. »Wir wollen gemeinsam auf die Gezeiten zugehen«, appelliert sie und findet im Publikum gleich Zuspruch.

Virtuoses Gitarrenspiel

Überhaupt: Christina Lux bringt die Zuhörer immer wieder dazu, mitzusingen, im Rhythmus zu klatschen, im Takt zu schnippen und sich einfach wohl zu fühlen. Grandios und virtuos an ihren Gitarren ist diese Christina Lux, die zuletzt in Höxter im März 2007 auf der Tonenburg die Zuhörer mit ihren Liedern inspirierte. Nur weiter so, verehrte Poetin.

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