Influenza hält sich hartnäckig – hohe Krankenstände in Betrieben Grippewelle ohne Ende auch im Kreis Höxter

Höxter (WB). Ein Blick in die überfüllten Wartezimmer der heimischen Ärzte reicht, um zu sehen, dass die außergewöhnlich starke Grippe- und Erkältungswelle auch den Kreis Höxter seit zwei Wochen voll im Griff hat. Unterschieden werden muss aber zwischen einem grippalen Infekt und der »richtigen« Grippe, die durch Influenzaviren ausgelöst wird.

Von Sarah Schünemann
Hohes Fieber, Husten und Halsschmerzen – viele hat die Grippe bereits erwischt, auch im Kreis Höxter.
Hohes Fieber, Husten und Halsschmerzen – viele hat die Grippe bereits erwischt, auch im Kreis Höxter. Foto: dpa/Andreas Gebert

Im Kreis Höxter macht sich die Ausbreitung in Zahlen deutlich. »Am vergangenen Donnerstag lagen 62 offizielle Grippe-Meldungen vor. Noch vor sieben Tagen lag diese Zahl bei 40«, erklärt die Presseprecherin des Kreises, Silja Polzin. Vom Kreis als Behörde erfasst werden nur die Fälle, die durch einen positiven Abstrich aufgefallen sind – das lässt eine große Dunkelziffer vermuten.

Auch die Petrifeld-Grundschule in Höxter hat ihre Erfahrungen mit der Krankenwelle gemacht. »Vergangene Woche waren teilweise halbe Klassen erkrankt. Bei den Lehrern hält es sich noch in Grenzen. Wenn ich höre, dass in anderen Schulen teilweise Kinder Zuhause bleiben müssen, sind wir noch gut weggekommen«, meint Schulleiterin Margit Streicher-Bönnighausen. Ähnliches ist aus vielen anderen Schulen im Kreis zu hören. In vielen Betrieben melden sich auffällig viele Mitarbeiter mit schweren Erkältungen oft über mehr als eine Woche krank.

Und auch in den Apotheken herrscht Hochbetrieb. »Das ist aber in jedem Jahr ähnlich. Der Februar ist meist der Höhepunkt der Erkältungszeit«, sagt Gesa Schoenenberg, Apothekerin in der Malteser-Apotheke Höxter.

Ein ähnliches Bild zeigt der wöchentliche Bericht des Robert-Koch-Instituts. Die Deutschlandkarte färbt sich mittlerweile großen Teilen in gelb, orange und rot – das steht für eine stark erhöhte Influenza-Aktivität. Insbesondere in NRW gibt es kaum noch Landesteile, die nicht stark belastet sind.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.