Comedian Frieda Braun überzeugt in ausverkaufter Stadthalle Sprechpause für Höxter

Höxter (WB/sar). Verzerrte Gesichter und tränende Augen, aber das Publikum hat keine Schmerzen, ganz im Gegenteil: Am Samstag präsentierte Comedian Frieda Braun ihr Soloprogramm »Sprechpause«. Die schrullige Sauerländerin hat Hunderte Zuschauer in der Höxteraner Stadthalle perfekt unterhalten.

Meditation mit Magenknurren

Und mit einer richtigen Sprechpause startete das Programm gleich zu Beginn. Für Frieda und ihre »Splittergruppe« ging es in diesem Jahr nämlich in eine Herberge auf dem Land. Sie und die elf Frauen machten sich auf den Weg nach Fohlenplacken, wo sieben schweigsame Tage vor ihnen liegen sollten. Eine Zerreißprobe für die Nerven der exzentrischen Dame – vom übermäßig gesundem Frühstück bis zur Meditation mit Magenknurr-Geräuschen.

Freundin Thekla verarbeitete in der Zwischenzeit ihren Liebeskummer. Die Frauengruppe hatte ein Konzert des Stargeigers André Rieu besucht. Dabei hatte Thekla ihr Herz an einen fremden Mann aus dem Publikum verloren. Der kleine Flirt mit »Horst« wurde aber durch einen platzenden Sitzsack beendet, der durch seine minderwertige Verarbeitung dem Angebeteten nachgab.

»Zweikomponenten-Fehler«

Währenddessen hatten die Ehemänner zuhause Zeit, um sich ihren Hobbies zu widmen. Wichbert beging dabei einen »Zweikomponenten-Fehler«. Durch die Kombination von Alkohol und zu hoher Geschwindigkeit verlor er seinen Führerschein und versuchte daraufhin, weniger ausschweifend zu leben. Vor lauter Langeweile musste dann aber die Weihnachtskrippe dran glauben.

Auch alltägliche Situationen, die Frieda Braun erlebt, werden auf humorvolle Weise in allen Einzelheiten analysiert. Von verheerenden Haarschnitten und Staubsauger-Robotern kann die Comedian auf ihre eigene Art erzählen und ist damit immer für einen Lacher gut. Ihr Talent für den regionalen Dialekt unterstützt ihre Wirkung auf das Publikum zusätzlich. Mit ihrer Mimik und Gestik verkörpert sie die schrullige alte Dame aus dem Sauerland, die als Nächstes erklärt, dass die neue Nachbarin Viola eine sehr ungewöhnliche Tupper-Party veranstaltet habe. Statt Brotdosen kamen bei ihrer Verkaufsfeier rosa Plüsch-Handschellen à la »Fifty Shades of Grey« auf den Tisch. Das führte bei der »Splittergruppe« zu Verlegenheiten, aber auch zu neugierigen Gedanken.

Voll besetzte Stadthalle überzeugt

Am Ende überzeugte TV-Comedian Frieda Braun, die mit bürgerlichem Namen Karin Berkenkopf heißt, mit ihrer unvergleichlichen Art die voll besetzte Stadthalle in Höxter – und gab gerne noch die geforderte Zugabe.

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