Superintendent gibt Ausblick – Kirchenkabarettist zu Gast Seelsorge auch für die Kranken

Paderborn/Höxter (WB). 50 Ziele hat der evangelische Kirchenkreis Paderborn im Herbst 2017 mit seiner Konzeption formuliert, die er in den nächsten Jahren erreichen will. »Wir sind bereits mittendrin«, erklärte Superintendent Volker Neuhoff am Rande des Neujahrsempfangs. Dazu gehöre auch der Ausbau der Krankenhausseelsorge in den Kreisen Paderborn und Höxter.

Von Ingo Schmitz
Superintendent Volker Neuhoff und Kirchenkabarettist Wolfram Behmenburg haben die Gäste des Neujahrsempfangs des Evangelischen Kirchenkreises begrüßt.
Superintendent Volker Neuhoff und Kirchenkabarettist Wolfram Behmenburg haben die Gäste des Neujahrsempfangs des Evangelischen Kirchenkreises begrüßt. Foto: Ingo Schmitz

Mehr als 100 Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft erlebten die Ansprache des Superintendenten. Aus Sicht von Volker Neuhoff ist das abgelaufene Jubiläumsjahr »500 Jahre Reformation« für den Kirchenkreis ein voller Erfolg gewesen. »Die Leidenschaft, mit der zahlreiche Veranstaltungen organisiert worden sind, haben mich auf diesen Kirchenkreis stolz gemacht«, bilanzierte er.

Jetzt gehe es darum, den Schwung in den Gemeinden weiter zu tragen, um die wichtigen Zukunftsfragen anzugehen. Er animierte die Zuhörer, das Gespräch zu suchen. »Die Gäste drücken mit ihrer Anwesenheit ihre Verbundenheit zum Kirchenkreis aus. Wir brauchen diese Verbundenheit, aber auch die kritische Begleitung, Nachfrage und Ansporn. Wir wollen uns nicht hinter Kirchenmauern verkriechen sondern sind Kirche in der Welt und für die Welt«, sagte der Superintendent im Gespräch mit dieser Zeitung.

Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft

Angesichts der vielen Herausforderungen, mit denen Kirche und Gesellschaft konfrontiert würden, sei es normal, dass es an der ein oder anderen Stelle knirsche, so Neuhoff. Das gelte vor allem für den Bereich der Flüchtlingshilfe. Diskussionen und Konflikte seien hier nicht zu vermeiden. Auch das Thema Kirchenasyl sprach er in dem Zusammenhang an. Es stehe im Widerspruch zur Gesetzgebung. Gerade deswegen suche man auch den Kontakt zur Paderborner Justiz, die beim Neujahrsempfang ebenfalls vertreten war.

Die im vergangenen Jahr formulierte Zukunfts-Konzeption müsse nun mit Leben erfüllt werden, sagte Neuhoff. Sie sei Thema in allen Gesprächen, die aktuell auf verschiedenen Ebenen – auch in den Kirchengemeinden – geführt würden. Es gehe darum, die einzelnen Schritte abzustimmen.

Neue Stellen in der Krankenhausseelsorge

Nah dran am Ziel sei der Kirchenkreis bereits bei der Verstärkung der Seelsorge in speziellen Bereichen. Erstmals gibt es seit September einen evangelischen Krankenhausseelsorger für Paderborn, der von allen anderen Aufgaben entbunden ist. Hartwig Glöckner ist für die Patienten des St. Johannisstifts und des St.-Vincenz-Krankenhauses zuständig. Eine solche Lösung werde auch für den Kreis Höxter angestrebt, die Gespräche mit der Katholischen Hospitalvereinigung liefen und seien auf einem guten Weg.

Ebenfalls neu besetzt werde die Stelle in der Telefonseelsorge. Im März stehe fest, wer die Nachfolge von Monika Dinger antreten werde. Auch die Reha-Seelsorge an den Standorten Bad Lippspringe und Bad Driburg nehme man in den Blick. Im Anschluss an die Ansprache wurde es humoristisch: Kirchenkabarettist Wolfram Behmenburg hatte manch bissige Pointe im Gepäck.

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