140 Gäste beim Neujahrsempfang der CDU Höxter in Schloss Corvey Bee begeistert für Gartenschau

Höxter (WB). »Mister Gartenschau 2017«, Bad Lippspringes Bürgermeister Andreas Bee, hat beim CDU-Neujahrsempfang 140 Höxteraner für ein solches Großprojekt begeistert. In Amerika würde man sagen, er hat das Gefühl »Yes, we can« durch seine ehrliche Offenlegung aller Erfolge, aber auch der Probleme erzeugt.

Von Michael Robrecht
CDU-Neujahrsempfang: (von links) Viktor Herzog von Ratibor, Vizelandrat Heinz-Günter Koßmann, Fraktionschef Stefan Berens, Bischof Damian, Georg Moritz, Bürgermeister Andreas Bee, MdL Matthias Goeken, Pfarrdechant Dr. Hans-Bernd Krismanek.
CDU-Neujahrsempfang: (von links) Viktor Herzog von Ratibor, Vizelandrat Heinz-Günter Koßmann, Fraktionschef Stefan Berens, Bischof Damian, Georg Moritz, Bürgermeister Andreas Bee, MdL Matthias Goeken, Pfarrdechant Dr. Hans-Bernd Krismanek. Foto: Michael Robrecht

In Kürze werden Politik, Verwaltung und Bürger in Höxter durch die Vorstellung der Machbarkeitsstudie für eine Bewerbung um die NRW-Landesgartenschau 2023 erstmals wissen, ob ein solches Millionenprojekt nicht nur finanziell zu stämmen, sondern auch räumlich umgesetzt werden kann. Bee als Chefmanager der mit 600.000 Besuchern erfolgreichen Schau 2017 riet den Höxteranern, den Schritt zu wagen, wenn die Rahmenbedingungen positiv bewertet würden. »Wir haben sogar einen Überschuss erwirtschaftet«, verriet Bee. 8,5 Millionen Euro (davon 5 Millionen vom Land) seien in die Gartenausstellung investiert worden, und noch einmal sieben Millionen Euro in die Durchführung für Werbung und Organisation geflossen. Eintrittsgelder, Sponsoring und der Einsatz von 900 Mitgliedern des Fördervereins als Bürger-Engagement seien für den Erfolg wichtig gewesen.

»Von Beginn an volle Transparenz herstellen«

Andreas Bee sagte den Gästen der Stadt-CDU, dass man von Beginn an volle Transparenz herstellen und Infoveranstaltungen anbieten müsse, gezielt auch für Multiplikatoren. Dass 200 Menschen in Höxter im Advent zum Auftakt ins KWG gekommen seien, bewerte er als gutes Zeichen, dass Höxter das zusammen schaffen wolle. Bee berichtete vom Besuch der Bewertungskommission 2011 in Bad Lippspringe, wo am Ende 5000 Bürger dabei gewesen seien und man gezeigt habe, dass die Bewohner hinter der Bewerbung gestanden hätten. Die Kommission habe schnell gespürt, welche Bewerberstadt wirklich für die Ausrichtung der Schau »brenne«. Man habe die Stadt mit dem Fahrrad erkundet und habe eine natürliche und keine übertriebene Präsentation angeboten.

»Die Chance für Höxter«

Gut angekommen sei im Landwirtschaftsministerium auch, dass die Bewerbung mit Unterstützung von 150 Lippspringern (in drei Bussen) vor dem Ministerium in Düsseldorf übergeben worden sei. »Die Hälfte der Delegation bestand aus Schützen, das hat Eindruck hinterlassen. Und noch nie hat ein grüner Umweltminister ein dreifaches »Horido« entgegen nehmen dürfen«, schilderte Bee den erfolgreichen Auftritt am Rhein als sich alle Fenster des Ministeriums geöffnet hätten.

Von Kritikern und Stänkerern habe er sich nicht beeindrucken lassen. Er rät Höxter, sich um die Unterstützung der Dörfer beim Programm der Gartenschau zu bemühen. Da gebe es viele Möglichkeiten. Besonders hob er den Glaubensgarten der Gartenschau 2017 hervor: »Alle Religionen waren dabei.« Bischof Damian nannte dieses Angebot großartig. Besonders Corvey oder das Kloster Brenkhausen als »Locations« seien für Ähnliches geeignet. Ja, so eine Schau koste Geld, man müsse das alles finanzieren. Aber Lippspringe stehe so gut da wie nie, so Bee. Der Kurort sei doch vorher in den 60er Jahren stehen geblieben.

Beim Neujahrsempfang sicherten die Redner Viktor Herzog von Ratibor, Pfarrdechant Dr. Hans-Bernd Krismanek, MdL Matthias Goeken und CDU-Stadtverbandschef Georg Moritz der Bewerbung ihre volle Unterstützung zu und bewerteten sie als »die Chance für Höxter«. Andreas Bee sagte mit Blick auf die jüngste Vergangenheit der Beziehungen Höxter-Corvey einen nicht unwichtigen Satz: »So eine Schau verbindet und schlägt alte Verknotungen durch.«

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