Geschäftsführer Reinhard Spieß zieht Jahresbilanz – Dr. Eberhard Beetz neuer Chefarzt für Psychosomatik Zuwachs: KHWE beschäftigt 2500 Mitarbeiter

Höxter (WB). »Die vier Standorte des Klinikums in Bad Driburg, Brakel, Höxter und Steinheim sind gut aufgestellt« – das betonte jetzt KHWE-Geschäftsführer Reinhard Spieß in seiner Jahresbilanz.

Neujahrsempfang der KHWE mit (von links): Marcel Giefers, Gastredner Michael Frank, Dr. Eberhard Beetz und Reinhard Spieß.
Neujahrsempfang der KHWE mit (von links): Marcel Giefers, Gastredner Michael Frank, Dr. Eberhard Beetz und Reinhard Spieß.

Das würde auch bei dem kürzlich herausgegebenen Bescheid zum Krankenhausplan des Landes NRW deutlich. Denn obwohl landesweit eine Reduzierung um neun Prozent geplant war, habe das Klinikum Weser-Egge mit 863 Krankenhausplanbetten nun vier Betten mehr ausgewiesen bekommen. »Die neue Klinik für Psychosomatik in Brakel und mehr geriatrische sowie internistische Betten spiegeln die Entwicklungen der letzten Jahre jetzt auch im Krankenhausplan wider«, erklärte Spieß beim Neujahrsempfang.

Über die weiteren Perspektiven in der Psychosomatik, insbesondere auch über den Ausbau der tagesklinischen Angebote, informierte der neue Chefarzt Dr. Eberhard Beetz, der im Rahmen des Empfangs offiziell eingeführt worden ist. In 2018 seien Investitionen in die gastroenterologischen Kliniken sowie in OP-Technik, zum Beispiel ein »3D-Videoturm«, geplant, wie Reinhard Spieß erläuterte. In Höxter würden die Kardiologie und die Gefäßchirurgie durch den Aufbau eines zweiten Kathetermessplatzes ausgebaut. Zu den wichtigen Projekten würden außerdem die Erweiterung des St.-Josef-Hospitals Bad Driburg, die Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur sowie die Modernisierung des St.-Josef-Seniorenhaus in Bökendorf zählen.

In der Bilanz ging Spieß auch auf die Gründung des Tochterunternehmens »KWE Service« ein. Damit sei im vergangenen Jahr der »Verbund Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge« noch einmal gewachsen und beschäftige jetzt 2.500 Mitarbeiter.

Mit der neuen Servicegesellschaft hätte die KHWE in den wichtigen Bereichen Küche und Unterhaltsreinigung eigene, unabhängige Versorgungsstrukturen geschaffen. Zur »KWE Service« gehört auch die zentrale Krankenhausküche in Steinheim, die seit Mitte 2017 alle Einrichtungen der Hospitalvereinigung beliefert.

Eine leistungsfähige Medizin und Pflege für die Menschen anzubieten – das sei weiter das erklärte Ziel des Unternehmens, sagte Spieß. Im Bereich des Klinikums sei das aber nur durch weitere Spezialisierungen der Standorte möglich. Neben dem medizinischen Fortschritt stelle die Erfüllung zunehmender Strukturvorgaben aus der Politik bei gleichzeitiger Unterfinanzierung der Investitionen die Krankenhäuser in den kommenden Jahren vor immer größere Herausforderungen. Einen viel beachteten Gastvortrag zum Thema »Patientenmanagement« hielt Michael Frank (Pflegedirektor am Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg).

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