Evangelische Gemeinde nennt den erfolgreichen Bieter noch nicht HLC bekommt Petri-Kirche nicht

Höxter (WB/rob). Der HLC Höxter ist enttäuscht: In einem Brief hat die Evangelische Kirchengemeinde Weser-Nethe dem mit 1300 Mitgliedern größten Sportverein des Kreises jetzt mitgeteilt, dass sie das Kirchen- und Gemeindegebäude in der Schlesischen Straße in Höxter nicht an die HLC-Sportler verkaufe.

Wird doch kein Sportzentrum: Die entweihte 60er-Jahre Petri-Kirche in Höxters Siedlung. Die Gemeinde möchte lieber an einen Beerdigungs-Institut verkaufen – heißt es.
Wird doch kein Sportzentrum: Die entweihte 60er-Jahre Petri-Kirche in Höxters Siedlung. Die Gemeinde möchte lieber an einen Beerdigungs-Institut verkaufen – heißt es. Foto: Michael Robrecht

Wie berichtet, wollte der HLC dort ein Sportzentrum einrichten und war sehr optimistisch, dass man den Zuschlag beim Kirchenverkauf erhält. »Wir haben viel Energie in das Projekt investiert, aber es sollte nicht sein«, bedauerte HLC-Vorsitzender Hermann Nutt auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage am Freitag. Der Verein suche jetzt weiter nach einer für ein Sportzentrum geeigneten Immobilie in Höxter.

Das Presbyterium der protestantischen Weser-Nethe-Kirchengemeinde hat sich für den zweiten Bewerber für die 60er-Jahre-Kirchenimmobilie entschieden. Der Öffentlichkeit soll die Entscheidung aber erst mitgeteilt werden, wenn die Kirchenaufsicht des Landeskirchenamtes in Bielefeld (Senat für Vermögensfragen) den Kirchenverkauf und das Vertragswerk mit dem Käufer intensiv geprüft hat. Das kann Wochen dauern.

Es bleibe dabei: Wer der Käufer sei, werde erst nach Abschluss der Prüfung bekannt gegeben, erklärte Pfarrer Dieter Maletz. Auch zu Gerüchten, ein Beerdigungsinstitut statt des HLC habe den Zuschlag erhalten, sagte er nichts. Es sickerte aber in Höxter durch, dass ein Unternehmer aus einer Höxteraner Ortschaft in der bis 2014 genutzten Kirche mit Nebenräumen ein Zentrum für Trauer- und Beerdigungsangelegenheiten einrichten wolle. Das evangelische Jugendzentrum wird auf jeden Fall in Kürze aus dem Keller unter der Kirche ins Gemeindezentrum Brüderstraße umziehen.

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