Telekom nimmt Kreisstadt in Ausbauprogramm auf Schnelles Netz macht Höxter attraktiver

Höxter (WB). Wer gerne schnell im Internet unterwegs ist, kann sich freuen: Die Telekom hat Höxter in ihr Ausbauprogramm 2017 aufgenommen. Das Netz im Vorwahlbereich 05271 soll in der Kernstadt Höxter mit schnellem Internet ausgestattet werden.

So sieht ein Glasfaserkabel von innen aus. Die Telekom will damit nun auch in Höxter die Kupferkabel ersetzen. Mit den Tiefbauarbeiten dafür soll im Februar begonnen werden.
So sieht ein Glasfaserkabel von innen aus. Die Telekom will damit nun auch in Höxter die Kupferkabel ersetzen. Mit den Tiefbauarbeiten dafür soll im Februar begonnen werden. Foto: dpa

Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud wird bequemer. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s. Die Kosten für den Ausbau trägt die Telekom. Das Unternehmen investiert einen einstelligen Millionen-Betrag. Das hat die Telekom in einem Gespräch mit Bürgermeister Alexander Fischer mitgeteilt.

»Wir wissen, wie wichtig ein leistungsfähiger Internet-Anschluss ist, deshalb treibt die Deutsche Telekom seit Jahren den Breitband-Ausbau nach Kräften voran«, sagte Karl-Heinz Rempe, Regio-Manager der Deutschen Telekom. »Ein schneller Internetanschluss ist heute ein Muss«, sagte Bürgermeister Alexander Fischer in dem Gespräch. Nur die Kommune, die eine moderne digitale Infrastruktur besitze, sei auch attraktiv für Familien und Unternehmen.

Die Telekom beginnt nun mit der Feinplanung für den Ausbau. »Unser Ziel ist es, so viele Anschlüsse wie möglich im Vorwahlbereich 05271 mit schnellem Internet zu versorgen«, so Rempe. »Wie das Ausbaugebiet endgültig aussieht, entscheidet sich nach Abschluss der Planungen.« Verschiedene Faktoren beeinflussen die Größe des Gebietes, das letztendlich versorgt wird, etwa die vorhandenen Leerrohr-Kapazitäten.

Der Start der erforderlichen Tiefbaumaßnahmen ist für Februar geplant, die Fertigstellung bis zum vierten Quartal dieses Jahres. Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt Vectoring zum Einsatz. Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen.

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