Reservistenkameradschaft Nieheim macht sich für Neugestaltung des Ehrenmals stark Gedenksteine mahnen zum Frieden

Nieheim (WB). Das Gedenken an die Opfer der Kriege zu bewahren, gleichzeitig aber zum Frieden zu mahnen – das sind zentrale Anliegen der Kriegsgräber, mit denen auf vielen Gedenkstätten der Toten des Ersten und Zweiten Weltkrieges gedacht wird. Das gilt auch für den Friedhof Nieheim.

Von Heinz Wilfert und Harald Iding
Bislang sind 66 Gedenksteine von Gefallenen in drei gleichen Reihen liegend am Friedhofseingang platziert. Das soll sich ändern. Die Reservisten schlagen vor, wieder eine runde Anordnung wie früher umzusetzen. Die kleine Grotte gehört mit zum Mahnmal.
Bislang sind 66 Gedenksteine von Gefallenen in drei gleichen Reihen liegend am Friedhofseingang platziert. Das soll sich ändern. Die Reservisten schlagen vor, wieder eine runde Anordnung wie früher umzusetzen. Die kleine Grotte gehört mit zum Mahnmal. Foto: Iding

Die Reservistenkameradschaft Nieheim hat jetzt im Ortsausschuss Nieheim die Neugestaltung des Kriegerehrenmals des Ersten Weltkrieges auf dem Zentralfriedhof der Kernstadt nach historischem Vorbild beantragt.

Die entsprechenden Planungen legten Frank Fröhling und Sebastian Nolte von der Reservistenkameradschaft dem Ortsausschuss vor, nach denen auch zwei Tafeln mit den Namen der gefallenen Bürger der beiden Weltkriege aus der Stadt Nieheim aufgestellt werden sollen.

Die Toten der Kriege sollen Jahrzehnte nach Kriegsende ein würdiges Denkmal und ein namentliches Gedenken erhalten. In einem ersten Abschnitt soll mit Unterstützung der Jungschützengilde das frühere Erscheinungsbild wieder entstehen. Die Reservistenkameradschaft plant, die aktuell in Reihen aufgestellten Gedenksteine in ihre früher vorhandene runde Anordnung zurückzuführen. Die Steine sollen so aufgearbeitet werden, dass die Namen wieder zu lesen sind.

In einem zweiten Schritt wollen die Reservisten Spenden sammeln, um die Tafeln zur Erinnerung an die 152 der im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten aufstellen. Dabei sollen die Namen auf Stelen aus Edelstahl angebracht und im Inneren des Kreises aus Gedenksteinen aufgestellt werden. Mit der Fertigstellung sei zum Schützenfest 2018 aus gegebenem Anlass zu rechnen, wenn sich das Ende des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal jährt.

Der 45-jährige Frank Fröhling von der Reservistenkameradschaft Nieheim sagte dieser Zeitung: »Ab dem Zeitpunkt, wo der Rat Nieheim uns grünes Licht für das Vorhaben gibt, würden wir gerne die Bevölkerung und Firmen zu Spenden aufrufen, um zum Beispiel die neuen Stelen zu finanzieren.«

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