Flammen unter Kontrolle – keine Verletzten Feuer in der Glashütte

Höxter/Boffzen (WB). Ein Kunststoff-Förderband für die Scherbenrückführung hat am späten Freitagvormittag in der Glashütte Noelle & von Campe in Boffzen aufgrund eines technischen Defekts Feuer gefangen. Verletzt wurde niemand. Der Brand war schnell unter Kontrolle.

Von Sabine Robrecht
Die Feuerwehr Höxter war mit der Drehleiter in Boffzen vor Ort.
Die Feuerwehr Höxter war mit der Drehleiter in Boffzen vor Ort. Foto: Sabine Robrecht

Das Förderband befindet sich im Keller. Als die Brandmeldeanlage Alarm schlug, war die Werksfeuerwehr des Unternehmens sofort zur Stelle. “Wir haben das Feuer von zwei Seiten aus bekämpft”, berichtet der Leiter der Werksfeuerwehr, Andreas Timmermann. Mitarbeiter trafen er und seine Mitstreiter nicht an. Das Förderband wird nur in regelmäßigen Abständen kontrolliert.

Zusammen mit den Freiwilligen Feuerwehren aus der Samtgemeinde Boffzen und dem benachbarten Höxter hatten die Brandschützer die Situation zügig im Griff und verhinderten ein Übergreifen des Feuers. Atemschutzgeräteträger aus Lüchtringen kontrollierten auf mögliche weitere Glutnester und konnten nach eingehender Prüfung Entwarnung geben. Insgesamt waren etwa 100 Helfer vor Ort. Andreas Timmermann und Samtgemeindebrandmeister Philipp Pedall leiteten den Einsatz, an dem sich auch Kreisbrandmeister Dirk Hartmann und sein Stellvertreter Ralf Knocke beteiligten.

Dass kein Mensch zu Schaden kommen würde, war nach Ausbruch des Feuers natürlich nicht abzusehen. Deshalb ordnete Philipp Pedall vorsichtshalber einen Massenanfall von Verletzten an. Dem entsprechend hielten sich viele Rettungsdienste und Notärzte vor Ort in Bereitschaft. Sie konnten aber nach kurzer Zeit wieder abziehen, weil kein Verletzter zu behandeln war.

Die Unternehmensführung hatte aus Sicherheitsgründen eine Evakuierung des gesamten Werks veranlasst. Die Produktion an den fünf Maschinen im Werk I stand eine Zeit lang still. Vier der fünf Maschinen liefen bereits am frühen Nachmittag wieder. An der fünften mussten noch durch den Brand entstandene Kabelschäden behoben werden. Der Produktionsstillstand hat, so Prokurist Bernhard Brockmann, zwischen 50 000 und 100 000 Euro Umsatzausfall zur Folge. Das Feuer selbst habe etwa 10 000 Euro Sachschaden verursacht.

Vom Brandherd ging, weil es sich um ein Kunststoffförderband handelte, eine starke Rauchentwicklung aus. “Der Qualm breitete sich aus”, berichtete Bernhard Brockmann. Ein großes Lob sprach er der Werksfeuerwehr des traditionsreichen Glasherstellers aus: “Sie ist hervorragend ausgebildet und hatte das Feuer sofort im Griff.” Die Wertschätzung galt auch den hinzugezogenen Einsatzkräften.

Erleichtert über den glimpflichen Ausgang zeigten sich auch Samtgemeindebürgermeister Uwe König und Martina Völker, Sachgebietsleiterin im Ordnungsamt, am Einsatzort. Zumal es in der Vergangenheit schwerere Brände in der Glashütte gegeben hatte.

Die Helfer aus Höxter mussten wegen der für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen gesperrten Weserbrücke über Umwege zum Einsatzort fahren.

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