Bund investiert 16 Millionen Euro in Kaserne: Einzelzimmer für jeden Soldaten Zwei Blocks werden abgerissen

Höxter (WB). Im Zuge der Sanierung der General-Weber-Kaserne in Höxter werden zwei der historischen Kompanieblocks an der Brenkhäuser Straße abgerissen. Die Entscheidung gegen eine weitere Nutzung der 80 Jahre alten Gebäude sei jetzt gefallen, sagte Oberstleutnant Ralf Pfeffer.

Von Michael Robrecht
Die Blocks von 2. und 4. Kompaniein der General-Weber-Kaserne (aktuelle Belegung) müssen für Neubauten weichen.
Die Blocks von 2. und 4. Kompaniein der General-Weber-Kaserne (aktuelle Belegung) müssen für Neubauten weichen. Foto: Michael Robrecht

Die Bundeswehr investiert in neue Wohnquartiere, Büroräume und ein zentrales Waffenkammergebäude mehr als 16 Millionen Euro. 40 Millionen Euro waren vom Bund bereits in den Vorjahren in Gebäudesanierungen und neue Technikhallen des ABC-Abwehrbataillon 7 gesteckt worden.

Dauerhaft erhalten würden die beiden Kompaniehäuser rechts und links der großen Toreinfahrt, berichtete der stellvertretende Kommandeur Pfeffer. Mit der Wache bildeten sie ein erhaltenswertes Ensemble, so der Oberstleutnant. Zudem seien die beiden Blocks für die bauliche Gestaltung der neuen Raumzuschnitte viel besser geeignet als die alten Kompaniegebäude dahinter, in denen zurzeit die 4. Kompanie und die 2. Kompanie untergebracht sind. Mit der Denkmalpflege sei der Abbruch im Jahr 2018 abgestimmt worden: Die Blocks sind Teil der 1936 gebauten Wehrmacht-Pionierkaserne.

Vize-Kommandeur Pfeffer berichtete, dass mit der weiteren Großbaumaßnahme in Höxters Kaserne in den Sommerferien begonnen worden sei. So werde zurzeit ein neues Wachlokal im und am Gebäude 25 eingerichtet. Tor, LKW-Einfahrtsspur und Postenunterstand würden neu angelegt. »Im Oktober wird die bisherige Wache geschlossen und die Kasernenzufahrt erfolgt nur noch über das obere Tor an der Brenkhäuser Straße«, schilderte Ralf Pfeffer.

Schwerpunkt der Umbaumaßnahmen im ersten Kompanieblock ist die Einrichtung von neuen Unterkünften, die den neuen Vorgaben des Verteidigungsministeriums entsprechen – schöner Wohnen für Soldaten. Die Zeiten mit Sechsbettstuben und Gemeinschaftswaschräumen und Massentoiletten sind Geschichte. Um den Arbeitgeber Bundeswehr attraktiver zu machen, wird es in Zukunft in der Regel Einzelbelegung der 13 bis 14 Quadratmeter großen Stuben mit jeweils eigenem Sanitärbereich geben, schilderte der Offizier Pfeffer. LED-Lichter, Flachbildschirm, Bett, Tisch und Schrank in modernen Holztönen sowie Kühlschränke für eine Wohnebene und mehr Steckdosen für Computer ferner ein Internetanschluss in jedem Zimmer würden Standard.

Lesen Sie mehr am Freitag, 2. September, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Höxter.

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