Neue Themenzimmer entstehen im Kloster Brenkhausen Vielfalt der Kulturen

Brenkhausen (WB/hai/rob). Im Zeichen des Kreuzes erlebt die Koptisch-Orthodoxe Kirche im Kloster Brenkhausen großen Zuspruch. Jetzt gibt es ein neues Projekt: Themenzimmer wie das der »Ökumene« und der »Altägyptischen Kunst« sollen die Vielfalt der Kulturen veranschaulichen. Es geht um ein friedvolles Miteinander.    

Bischof Anba Damian freut sich, dass nun im Kloster auch altägyptische Kunst in Form von Wandmalerei zu bewundern ist. Mehrere Themenzimmer sind im Nordflügel geplant.
Bischof Anba Damian freut sich, dass nun im Kloster auch altägyptische Kunst in Form von Wandmalerei zu bewundern ist. Mehrere Themenzimmer sind im Nordflügel geplant. Foto: Harald Iding

»Die Koptisch-Orthodoxe Kirche ist die ursprüngliche Kirche Ägyptens, die bereits im ersten christlichen Jahrhundert von dem Heiligen Evangelisten und Apostel Markus gegründet wurde«. Dieser historische Hintergrund ist im Kloster von Brenkhausen immer wieder zu finden. Der Generalbischof der Koptisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland, ­Dr. Anba Damian, kann dort zudem regelmäßig hochrangige Würdenträger begrüßen – wie jetzt Dr. Andreas-Abraham Thiermeyer aus Eichstätt, langjähriger Abt und Archimandrit. Das große Zusammentreffen von mehr als 6000 Gläubigen in Warburg mit dem Patriarchen Moran Mor Ignatius Aphrem II. (Oberhaupt der Syrisch-Orthodoxen Kirche) stufte Thiermeyer als wichtiges Ereignis ein: »Christen geben damit ein klares Bekenntnis zu ihrem Glauben und der großen Gemeinschaft ab!« Man müsse zusammenstehen und christliche Werte leben.

Generalbischof Anba Damian (2. von rechts) heißt regelmäßig hochrangige Würdenträger in seinem Kloster in Brenkhausen willkommen. Foto: Harald Iding

Dr. Anba Damian stellte dieser Zeitung das jüngste Projekt vor: Es handelt sich um mehrere Themenzimmer im Nordflügel, in denen zum Beispiel die Ökumene dargestellt werden soll oder auch altägyptische Kunst an der Wand mit hoher Detailtreue zum Verweilen einlädt. Es geht um Begegnung, der Auseinandersetzung mit Kulturen und Religionen. Gerade die Liebe zu den Menschen, frei von Gewalt und Vorurteilen, ist eine der zentralen Botschaften von Bischof Damian.

Übernahme der Anlage vor 23 Jahren

Vor fast 23 Jahren erfolgte die feierliche Unterzeichnung des Kaufvertrages des Klosters im Höxteraner Stadthaus. Nach der symbolischen Schlüsselübergabe durch den Vertreter der Landesregierung übernahm damals Pater Damian als neuer Hausherr die barocke Klosteranlage. Und es erfolgte die Überweisung der symbolischen »einen D-Mark« an die Landeskasse von NRW. Seitdem ist viel passiert und bewegt worden. Die umfangreiche Sanierung des historischen Gebäudekomplexes ist im Laufe der Jahre auf großen Zuspruch gestoßen.  

Der Generalbischof Damian hieß in der Höxteraner Ortschaft bereits die höchsten Repräsentanten Deutschlands, wie den früheren Bundespräsident Dr. Horst Köhler, oder auch Professor Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, willkommen.

Im Zeichen des Kreuzes: Zahlreiche Sonderausstellungen und Kunstprojekte beeindrucken seit Jahren die Gäste des Klosters. Foto: Harald Iding

Immer mehr Besucher reisen an, um das Kloster kennenzulernen. Auch die inzwischen 9. Tage der Ägyptologie, die vom 29. bis 31. Juli in Brenkhausen zum Thema »Das Goldene Zeitalter der Pharaonen« mit international renommierten Wissenschaftlern und jungen Nachwuchswissenschaftlern veranstaltet werden, tragen mit zum Erfolg bei.

Mehr über die positive Bilanz des Koptenklosters, das Projekt eines Flüchtlings und die neuen Gästezimmer lesen Sie am Mittwoch, 20. Juli, ausführlich im WESTFALEN-BLATT, Lokalausgabe Höxter.

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