MdB Haase zum Bundesverkehrswegeplan: Druck aus der Region bügelt Panne aus B 83 wieder »vordringlicher Bedarf«

Höxter/Godelheim (WB). Auf diese Nachricht haben viele gewartet: Der Druck aus der Region hat in Berlin offenbar Wirkung gezeigt. Der geplante neue Anschluss der Bundesstraße 83 Wehrden-Godelheim an die B64 ist wieder als »vordringlicher Bedarf« in den Entwurf für den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden.

Von Michael Robrecht
Wie lange müssen die Bürger die Belastungen der B64/83 in Godelheim noch ertragen? Die B83-Panne sorgte wochenlang für Entsetzen.
Wie lange müssen die Bürger die Belastungen der B64/83 in Godelheim noch ertragen? Die B83-Panne sorgte wochenlang für Entsetzen. Foto: M. Robrecht

Das berichtete der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Haase aus Beverungen. Er hatte gemeinsam mit der SPD-Abgeordneten Petra Rode-Bosse aus Altenbergen im Bundesverkehrsministerium und auf Partei- und Fraktionsebene für die B83 gekämpft. Haase dankte allen Organisationen, Initiativen und Bürgern für die raschen Eingaben in Berlin, die mit dafür gesorgt hätten, dass der B83-Planungsfehler schnell ausgebügelt wurde.

Der Abgeordnete berichtet dem WESTFALEN-BLATT auch, dass der B64-Abschnitt von Hembsen bis Höxter mit 67,4 Millionen Euro Kosten in den Wegeplan aufgenommen werde. »Damit ist der bundespolitische Rahmen für eine Entlastung der Bürger in Godelheim, Ottbergen und Amelunxen geschaffen«, sagte Haase.

Im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans war Mitte März die wichtige B83-Spange unerwartet unter »Kein Bedarf« eingeordnet worden. Das hatte Entsetzen im Kreis Höxter ausgelöst. Es könne sich nur um ein Missverständnis handeln, dass der Anschlussarm zur neuen B64 kein Thema mehr sei, mutmaßten heimische Politiker. Die Godelheimer befürchteten Schlimmstes. Im Bundesverkehrsministerium gaben sich heimische Politiker die Klinke in die Hand. Versprochen wurde aber lange nichts. Und warum es zur Abstufung kam, darauf hatte in Berlin niemand eine Antwort.

Haase hat jetzt herausgefunden, dass zwei unterschiedliche Planungsbüros für das Verkehrsministerium die Straßenbauprojekte für den neuen Wegeplan bearbeitet und eingetragen haben. Büro 1 kümmerte sich um die B64 und Büro 2 und die B83. Die Planer kommunizierten nicht miteinander, um sich über Planungsverzahnungen und verkehrliche Notwendigkeiten auszutauschen. So einfach schlich sich die B83-Panne in den Plan. Haase hat die Kabinettsvorlage für den Bundesverkehrswegeplan vorliegen und atmete erleichtert auf, als er die B83 dort fand, wo sie hingehört: in den »vordringlichen Bedarf«.

Die Holzmindener SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller berichtete, dass auch der Ith-Tunnel und die Ortsumgehung Uslar für den Wegeplan hochstuft worden seien. Der Ith-Tunnel (B240 Holzminden-Hannover) hat nun ein Sternchen (weiterer Bedarf mit Planungsrecht).

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