Untersuchung endet heute – Begehren in Vorbereitung Rauch über dem Freibad

Höxter (WB). Die Suche nach Lecks im Freibad Höxter wird am Mittwoch abgeschlossen. Gutachter Nikodem Buczynski hat einige Stellen entdeckt, die für die Wasserverluste verantwortlich sein sollen. Das berichtete er am Dienstag auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage. Betroffen sind das so genannte Schwallbecken, die Ringleitung und einige Anschlüsse. Die Ergebnisse möchte er der Verwaltung am Montag mitteilen.

Von Ingo Schmitz
Gutachter Nikodem Buczynski bläst weißen Nebel in die Rohrleitungen, um undichte Stellen zu finden.
Gutachter Nikodem Buczynski bläst weißen Nebel in die Rohrleitungen, um undichte Stellen zu finden. Foto: Ingo Schmitz

Diese zu reparieren seien »Kleinigkeiten«, meint Siegfried König von der BfH, der die Untersuchung begleitet hat. Das Becken – da ist sich der Gutachter Buczynski sehr sicher – sei bis auf einen diffusen Riss dicht.

Riss beim Startblock

Mit Elektroimpulsen habe er das Becken durchgemessen, berichtet der Gutachter. Der Beton sei dicht. Lediglich im Bereich des Startblocks Nummer 1 gebe es Anzeichen für einen Riss. Der könne aber niemals für die Wasserverluste von 30 Kubikmetern pro Tag verantwortlich sein, meint er.

Die Überprüfung der Leitungen wurde mit weißem Kunstnebel vorgenommen, der in die Rohre geblasen wurde. An einigen Stellen außerhalb des Beckens sei der Rauch direkt aus dem Boden aufgestiegen, berichtete König. Ein Beispiel: Am Startblock Nummer 5 sei bereits vor einiger Zeit ein defektes Rohr ausgetauscht worden. Allerdings habe die Verbindung auf das größere Betonrohr nicht gehalten – hier trat Wasser aus.

Verluste im Schwallwasserbecken

Größtes Problem sei das Schwallwasserbecken im Technikraum. Hier werde das Frischwasser eingelassen, um es mit vermindertem Druck ins Becken fließen zu lassen. Dieses Becken, da ist sich der Gutachter ebenfalls sicher, sei undicht und wohl für die größten Verluste verantwortlich. Innerhalb von vier Tagen seien hier sechs Kubikmeter Wasser versickert – und dass, obwohl das Bad gar nicht in Betrieb ist. Nach Angaben von Buczynski lasse sich dieses Becken recht einfach abdichten. Siegfried König appelliert an die Stadt, nach der Untersuchung das Freibad wieder mit Wasser zu befüllen, damit weitere Schäden verhindert werden.

Inzwischen wurde bekannt, dass BfH, UWG und Grüne mit Unterstützung des Freibad-Fördervereins ein Bürgerbegehren vorbereiten. Dazu will man sich in Kürze äußern.

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