Irritationen im Vorfeld um Ausstellung in der Stadthalle Höxter »Welt der Anatomie« keine »Körperwelten«

Höxter (WB/itz). In der gesamten Stadt Höxter hängen die Plakate: Die Ausstellung  »Welt der Anatomie« gastiert am  Wochenende, 23. und 24. April, in der Stadthalle Höxter. Mit Gunther von Hagens’  Skandal-Ausstellung »Körperwelten« scheint diese Veranstaltung aber nicht das Geringste  zu tun zu haben – auch wenn es beim ersten Blick so aussehen könnte.

Mit diesem Plakat wirbt der Veranstalter für die Anatomie-Ausstellung in Höxter.
Mit diesem Plakat wirbt der Veranstalter für die Anatomie-Ausstellung in Höxter. Foto: WB

Das Original, die »Körperwelten«-Schau, hatte Mitte der 90er-Jahre für heftige Reaktionen gesorgt. Der Anatom Gunther von  Hagens hat dazu menschliche oder tierische Körper enthäutet und mit   Kunststoff gefüllt und ausgehärtet (Plastination). Seine Ausstellung, in der die Leichen besonders in Szene gesetzt werden,  löste Faszination wie Ablehnung aus.

Jetzt scheint die Ausstellung »Die Welt der Anatomie«, die durch viele Städte tourt,  auf der Erfolgswelle mitschwimmen zu wollen. Bei manchen Besuchern habe sie allerdings für Enttäuschung gesorgt, was  Reaktionen im Internet aus anderen Städten zeigen. Denn:  Die 300 Exponate bestehen offenbar – wie im Schulunterricht – alle aus Kunststoff.   

Den Veranstaltern geht es nach eigenen Angaben darum, die »Genialität und  auch Zerbrechlichkeit  des Lebens« zu veranschaulichen.    Gleichzeitig  wolle man das Interesse  an einer medizinischen Ausbildung fördern, heißt es. »Gerade   wo in  Deutschland langfristig ein Mediziner-Mangel zu erwarten ist, ist es    notwendig, dieses Interesse zu fördern. Einige Exponate sind zum Tasten und Montieren ausgelegt, so dass das  Motto ›Anatomie zum Be-Greifen‹ wörtlich zu nehmen ist«, steht im Pressetext. 

Die Ausstellung habe einen »hohen  pädagogischen Wert für Lehrinstitute,  Schüler und auch Besucher ohne Vorkenntnisse«. Die Ausstellung ist an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet

Kommentare

Frechheit

Es war wirklich eine Frechheit, diese Veranstaltung als Körperwelten zu bezeichnen und für diese paar Plakate und Plastikgestelle 12 Euro zu verlangen! Die Werbungen auf den Straßen haben wohl Mehrere verarscht, so wie wir uns dort umhörten...

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