Kreis will »Fun-Ticket« subventionieren Per Bus ins Wochenende

Kreis Höxter (WB). Der Kreis Höxter will  jungen Leuten  das Bus- und Bahnfahren finanziell erleichtern. Ein entsprechendes Pilotprojekt befürwortete der Kreis- und Finanzausschuss auf Anregung von SPD-Fraktionschef Andreas Suermann.   

Von Sabine Robrecht
Junge Menschen sind gern mobil. Im Kreis Höxter sollen sie künftig für 120 Euro im Jahr auch an den Wochenenden Busse und Züge nutzen können. Damit wären auch Fahrten bis Paderborn möglich.
Junge Menschen sind gern mobil. Im Kreis Höxter sollen sie künftig für 120 Euro im Jahr auch an den Wochenenden Busse und Züge nutzen können. Damit wären auch Fahrten bis Paderborn möglich. Foto: Ingo Schmitz

Konkret geht es um das so genannte »Fun-Ticket«: Mit dieser  Karte  können   junge Leute im Alter von bis zu 20 Jahren nachmittags und an den  Wochenenden  hochstiftweit Bus oder Bahn fahren.  Die Tickets sind montags bis freitags ab 14 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags und in den Schulferien NRW ganztägig gültig. Kostenpunkt: 158 Euro im Jahr.

Der Kreis Höxter will nun vom 1. Juli an diese »Fun-Tickets« zunächst zwei Jahre lang für 120 statt 158 Euro anbieten.  Er würde also jede Fahrkarte mit 38 Euro subventionieren. Erhältlich sein sollen die vergünstigten Tickets im Servicebüro der Kreisverwaltung in Höxter.  15 000 Euro sollen im Kreisetat für dieses Jahr bereitgestellt werden. »Damit könnten etwa 400 vergünstigte ›Fun-Tickets‹ verkauft werden«, erläuterte Andreas Suermann.

Anlass zu der Initiative hatte eine Anregung der Jusos im Kreis Höxter gegeben: Sie hatten beantragt, das Schulwegticket auf ein kreisweites Ticket ohne zeitliche Begrenzung gegen Zuzahlung von monatlich zehn Euro auszuweiten, um in den Abendstunden und an den Wochenenden mobil zu bleiben. Kreisdirektor Klaus Schumacher verwies im Kreis- und Finanzausschuss auf das bestehende »Fun-Ticket« der VPH (Verkehrsservice-Gesellschaft Paderborn/Höxter). »Wir sind der Auffassung, dass der Antrag mit dem bestehenden Angebot korelliert«, schlussfolgerte er.

Andreas Suermann hatte das Anliegen der Jusos  in eine  Lenkungskreis-Sitzung des Nahverkehrsverbunds (NPH) eingebracht. Hier sei  das Problem zur Sprache gekommen, dass es schwierig sei, in die  jeweils eigenwirtschaftlich vergebenen Linienbündel einzugreifen. Vor diesem Hintergrund schlug Suermann nun vor, dass der Kreis Höxter  das  bestehende »Fun-Ticket«   zunächst befristet auf zwei Jahre  subventioniert.  

Diese Idee stieß im Kreis- und Finanzausschuss auf   Zustimmung.   »Wir sollten uns auch auf NPH-Ebene dafür einsetzen, dass die jungen Leute über Städte- und auch Ländergrenzen hinweg Bus und Bahn fahren können«, zeigte Matthias Goeken (CDU) Flagge. »Ja« sagte er auch zu dem Vorschlag, die Altersgrenze der Jugendlichen auf 25 Jahre anzuheben. Nach anfänglicher Skepsis gegenüber einer kreiseigenen Lösung  zur Subventionierung des »Fun-Tickets« plädierte  Uwe Rottermund (Grüne) am Ende doch für  das Pilotprojekt.   »Wir müssen es dann aber auch offensiv bewerben«, forderte er.

Kommentare

Was nützt das Ticket wenn die Busse nicht fahren?

Die Idee dieses Tickets ist erstmal super! Leider nutzt es den Jugendlichen zumindest auf den Dörfern gar nichts!
Bei uns fährt an Wochentagen der letzte Bus nach Brakel um 19 Uhr. Die Kinder/Jugendlichen kommen zwischen 14.00 und 16:30 nach Hause,könnten dann bis 19 Uhr wieder nach Brakel fahren,kommen aber nicht wieder zurück!
Am Wochenende fährt der letzte Bus am Samstag um 15 Uhr, der erste dann wieder Montag morgen,Spitze!
So wenn ich also weiß das eins der Kinder zum Beispiel Abends zum DLRG, oder zur Stadtkapelle oder zum Fußball,vielleicht auch in Kino muß fahre ich gleich nach Brakel und warte da, denn zurück kommen die Kinder nicht mehr.
Dann wird agumentiert, das die Busse nicht ausgelastet sind, wie denn wenn es ein oneway Ticket ist?

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.