Gudrun Lumpp übernimmt die Kastration von Tieren im Kreis Höxter Hilfe gegen das Katzen-Elend

Kreis Höxter (WB). Um die steigende Zahl freilaufender Katzen in den Griff zu bekommen, sollen sie kastriert werden. Tierschützerin Gudrun Lumpp unterstützt das Vorhaben. Sie übernimmt die Kosten für den Eingriff, wenn die Halter bedürftig, oder die Katzen verwildert sind.

Von Ingo Schmitz
Kleine Katzen sind niedlich. Aber die unkontrollierte Vermehrung wird zum Problem.
Kleine Katzen sind niedlich. Aber die unkontrollierte Vermehrung wird zum Problem. Foto: dpa

180 Katzen habe sie im vergangenen Jahr im Kreis Höxter abgeholt und kastrieren lassen, berichtet Lumpp. Mit ganzer Kraft sowie unter Einsatz ihres Privatvermögens und mit finanzieller Unterstützung ihrer Tochter setzt sich die 76-Jährige für die Kastration der Samtpfoten ein. »Wir müssen dieses Elend endlich in den Griff bekommen. Bitte helfen Sie mit!«, appelliert sie an die Bürger, streunende Katzen zu melden. Damit erinnert Gudrun Lumpp auch an die Kastrationspflicht, die bereits vor einiger Zeit in den meisten Städten des Kreises Höxter eingeführt worden ist.

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»Ich hole die Tiere ab und bringe sie zum Arzt. Dort werden sie kastriert, entwurmt und tätowiert.«

Gudrun Lumpp

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Gudrun Lumpp bietet allen Katzenhaltern ihre Unterstützung bei dem Eingriff an ihrem geliebten Stubentiger an, wenn sie Hilfe brauchen. »Ich hole die Tiere ab und bringe sie zum Arzt. Dort werden sie kastriert, entwurmt und tätowiert. Anschließend bringe ich sie wieder zurück«, erläutert die Betreiberin des Tierhorts Albert-Schweitzer in Paderborn-Benhausen ihre Vorgehensweise.

Hilfe auch für freilaufende Katzen

Sie kümmert sich aber auch um freilaufende Tiere, die zum Beispiel von Menschen gefüttert werden. In diesen Fällen werden Lebendfallen aufgestellt, um die Tiere einfangen zu können. Nach der Kastration werden sie wieder am Fundort ausgesetzt, berichtet Lumpp.

Zur unkontrollierten Vermehrung komme es zudem oftmals auf Bauernhöfen, berichtet die Tierschützerin. Anschließend verwilderten die Katzen. »Solche Katzen kann man nicht im Tierheim halten. Dort sind sie unglücklich«, sagt die 76-Jährige. Daher möchte sie verhindern, dass es erst gar nicht zur unkontrollierten Vermehrung kommt.

Spenden sind willkommen

Wer die Arbeit von Gudrun Lumpp unterstützen möchte, kann Geld spenden. Die IBAN-Nummer des Tierhorts Albert Schweitzer in Paderborn-Benhausen lautet: DE 8747 6501 3000 1900 2039 bei der Sparkasse Paderborn-Detmold. In ihrem Tierhort betreut sie mehr als 50 Katzen und 50 Hunde. sowie weitere Tiere. Wer Katzen zur Kastration melden möchte kann Gudrun Lumpp erreichen unter Telefon 0 52 52/93 20 32.

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