Neue Förderschule soll in diesem Sommer eröffnen – konkrete Vertragsverhandlungen Kreis kooperiert mit Kolping

Kreis Höxter/Brakel (WB). Die Kreisverwaltung nimmt in den nächsten Wochen konkrete Vertragsverhandlungen mit der Kolping-Schulwerk gGmbH auf, um in Brakel eine neue Förderschule unter dem Dach von Kolping zu gründen. Das hat der Kreisbildungsausschuss dem Kreistag am Montag empfohlen.

Von Michael Robrecht
Das Kolping-Bildungswerk in Brakel.
Das Kolping-Bildungswerk in Brakel.

70 Schüler in den Klassen 5 bis 10 (Förderschwerpunkt Lernen für die Sekundarstufe I) sollen ab August auf dem Gelände des Kolping-Bildungswerkes in Brakel zur Schule gehen. »Der Landrat wird ermächtigt – vorbehaltlich der Genehmigung der privaten Ersatzschule in Brakel durch die Bezirksregierung – mit dem Kolping-Schulwerk eine vertragliche Vereinbarung zu schließen«, heißt es in der Beschlussvorlage.

Im Februar 2015 hatte der Kreistag, wie berichtet, das Bestreben des Schulwerks zur Errichtung einer privaten Ersatzschule unterstützt. Gleichzeitig erklärte der Kreistag, den möglichen Aufbau einer eigenen Förderschule in Trägerschaft des Kreises Höxter nicht weiter anzustreben – wenn durch diese Ersatzschule ein Förderschulangebot für die Sekundarstufe I im Kreis Höxter spätestens ab dem Schuljahr 2016/2017 geschaffen werde. Der Kreis hatte wegen des Kolping-Angebotes vor mehr als einem Jahr auf eine Alternative verzichtet: eine neue Förder-Verbundschule in der Brüder-Grimm-Schule Brakel mit Filiale in Alhausen zu errichten.

Nun soll die Verwaltung vom Kreistag beauftragt werden, eine vertragliche Vereinbarung mit Kolping in Paderborn abzustimmen, um die konkreten Rechte und Pflichten sowohl von Kreis als auch Kolping zu regeln. Obwohl der Kolping-Schulwerk gGmbH aktuell noch keine Genehmigung zur Errichtung der privaten Ersatzschule durch die Bezirksregierung Detmold vorliegt, soll laut Kreisverwaltung die Beschlussfassung im Kreistag bereits zum jetzigen Zeitpunkt erfolgen. Der Grund: um die vertragliche Vereinbarung im Sinne einer besseren Planungssicherheit zügig schließen zu können, sobald die Bezirksregierung die Genehmigung zur Errichtung der Schule offiziell erteilt hat. Eine Zustimmung sei bereits in Aussicht gestellt worden, heißt es vom Kreis.

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Geplant ist, dass die Schule zum Schuljahr 2016/2017 den Betrieb aufnimmt. Eine Informationsveranstaltung für interessierte Eltern und Schüler fand bereits am 16. März in den Räumlichkeiten der neuen Schule in Brakel statt.

Kreisverwaltung Höxter

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Geplant ist, dass die Schule zum Schuljahr 2016/2017 den Betrieb aufnimmt. Eine Informationsveranstaltung für interessierte Eltern und Schüler fand bereits am 16. März in den Räumlichkeiten der neuen Schule in Brakel statt. Für das Jahr 2016 ergeben sich aus den Plänen eine voraussichtliche finanzielle Verpflichtung des Kreises von 32.000 Euro sowie 40.500 Euro in den Folgejahren .

Wie berichtet, sollen alle bisherigen Förderschulen im Kreis Höxter aufgegeben werden. Viele Schulen wurden bereits geschlossen. Teile der Förderschüler kommen in Inklusionsklassen in Grundschulen und den weiterführenden Schulen.

Die Förderschule Sprache (Brüder-Grimm-Schule Brakel), die Damian-Schule Warburg, die Förderschulen für geistig Behinderte in Eversen und Frohnhausen, die Schule im Laurentiusheim Warburg und von Kindern aus dem Kreis genutzte Schulen (Motorik, Hören, Sehen) in OWL bleiben von der Förderschul-Reform im Kreis Höxter völlig unberührt.

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