Junglandwirt führt Anbau des edlen Gemüses in Godelheim weiter Spargel soll wieder sprießen

Höxter (WB). Tief im Boden versteckt sich das edle Gemüse. Der Spargel wartet auf wärmere Temperaturen, um sprießen zu können. Für Landwirt Simon Engemann steht die erste Saison bevor. Er hat die Anbauflächen in Godelheim übernommen.

Von Ingo Schmitz
Die Dämme sind aufgeworfen, in 35 Zentimetern Tiefe wartet der Spargel darauf, dass es wärmer wird, damit er wachsen kann. Junglandwirt Simon Engemann (22) hat die Vorbereitungen getroffen. Ende April soll der erste Spargel gestochen werden.
Die Dämme sind aufgeworfen, in 35 Zentimetern Tiefe wartet der Spargel darauf, dass es wärmer wird, damit er wachsen kann. Junglandwirt Simon Engemann (22) hat die Vorbereitungen getroffen. Ende April soll der erste Spargel gestochen werden. Foto: Ingo Schmitz

Seit Jahren gilt der Spargel aus Godelheim von Landwirt Elmar Beverungen bei vielen Liebhabern dieses Gemüses als der Beste in der Region. Nach einem plötzlichen Schicksalsschlag mussten sich die Angehörigen jedoch nach einem Nachfolger umsehen. Die Landwirtschaftskammer in Brakel habe den Kontakt zu ihm hergestellt, berichtet Simon Engemann.

Der Junglandwirt ist erst 22 Jahre alt und entstammt dem renommierten Biolandhof Engemann in Willebadessen-Eissen. Er sieht den Spargelanbau als »eine riesige Chance, um in eigener Verantwortung arbeiten zu können«. Genau das habe er gesucht. Engemann: »So ein Angebot bekommt man nicht alle Tage.« Und nicht nur Familie Beverungen ist froh, dass es wie gewohnt weiter geht. »Viele Kunden sind erleichtert, dass es weiter Spargel geben wird«, erklärt der Junglandwirt.

Erfahrung habe er mit dem Königsgemüse bislang nicht. Bei der Landwirtschaftskammer habe er daher einen mehrwöchigen Intensivkursus absolviert. Nun darf er sich »zertifizierte Fachkraft für Spargel und Erdbeeren« nennen. Denn auch das beliebte Obst soll in Godelheim weiter angebaut und verkauft werden.

In dem Kursus habe er alles über den Anbau, die Plfanzung, die Pflege, das Spargelstechen und die Aufbereitung gelernt. Der Spargel werde künftig nach Bio-Richtlinien angebaut. Der 22-Jährige ist optimistisch, dass alles gut klappen wird. »Mein Vorteil ist, dass wir hier bestehende Kulturen und eine feste Kundschaft haben.«

Verkauft wird das Gemüse wie bislang im Hofladen der Familie Beverungen in Godelheim. Dort steht auch der Maschinenpark für das Sortieren, Schälen und Kühlen der bleichen Stangen. Im Hofladen soll es künftig zudem Bio-Produkte aus Eissen geben: Kartoffeln, Pilze, Erdbeeren und Spargel-Saucen werden die Kunden hier finden. Für Erntehelfer und Verkaufspersonal sei bereits gesorgt.

Jetzt müsse nur noch das Wetter mitspielen, sagt Simon Engemann. Aktuell ist er damit beschäftigt, die Dämme, in denen der Spargel bei Bodentemperaturen von 20 Grad wächst, mit Folien abzudecken, um die Temperaturen im Boden zu halten. Insgesamt acht Hektar Land stehen für Spargel zur Verfügung.

Noch ist es für den Saisonstart zu kalt und zu nass: Den ersten Spargel möchte Simon Engemann Ende April/Anfang Mai stechen.

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