Boffzen freut sich: Nest auf Fabrikschornstein zum zweiten Mal bezogen Storch aus Afrika zurückgekehrt

Höxter/Boffzen (WB/rob). Was für eine Freude! Storch Georg ist aus dem Winterquartier zurück und hat das Nest auf dem Schornstein der Georgs-Hütte in Boffzen bezogen.

Storch Georg ist aus Afrika in Boffzen zurück. Störchin Antje wird in den nächsten Tagen erwartet.
Storch Georg ist aus Afrika in Boffzen zurück. Störchin Antje wird in den nächsten Tagen erwartet. Foto: Mathias Lohr

Viele hatten die Rückkehr erhofft, aber sicher war das nicht. »Ich habe  viele Anrufe erhalten, halb Boffzen hat ›unseren‹ Storch Georg sofort entdeckt. Er hat sein Nest bezogen und kreist über dem Ort«, berichtet Walter Waske (Vorsitzender des Freundeskreises Glasmuseum Boffzen) erfreut. Waske  hatte sich mit anderen Vogelfreunden um das Storchennest, das extra sturm- und winterfest gemacht worden war, gekümmert.

»In Boffzen ist Heimat froh ruf ich es aus, im Lande der Liebe bin ich zu Haus«, so singen es die Chöre in Boffzen, so empfindet es wohl auch Storch Georg. Fleißig sammelt er bereits – trotz der noch kalten Märztage- und nächte – Stöckchen, damit es seine Allerliebste Störchin Antje, die hoffentlich bald aus Afrika eintrifft, gemütlich hat beim Brüten. Wie berichtet, hatte das Storchenpaar 2015 zwei Jungtiere erfolgreich aufgezogen. Störche brüten ab April 30 bis 32 Tage ihre Eier – im Schnitt sind das drei bis vier. Zu sehen sind die Kleinen ab Juni, wenn sie ihre ersten Bewegungen machen. Offensichtlich war das Nahrungsangebot an der Weser, in den Wiesen zwischen Höxter und Boffzen und am Godelheimer See so groß, dass sich die Störche gebunden fühlten.
Das Storchenpaar hatte 2015 ein enormes Interesse bei Einwohnern, Motorradfahrern und Tierliebhabern ausgelöst : Viele fotografierten jede Regung der Vögel.

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