Bewohner unverletzt – Kritik an Zufahrt zum Gebäude Küchenbrand in Dachgeschoss

Höxter (WB). Aus bislang ungeklärter Ursache ist am Donnerstagabend ein Feuer in der Küche einer Dachgeschosswohnung eines 26-Jährigen in der Straße »Hinter der Mauer« in Höxter ausgebrochen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurde dabei niemand verletzt. Die zehn Bewohner sind evakuiert worden. Der Hausmeister erhebt jedoch schwere Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung. Denn die Rettungsfahrzeuge konnten nicht bis zum Gebäude vorfahren: Die Straße ist zu eng.

Von Linda Bögelein
Auf der Corbiestraße müssen die Löschfahrzeuge anhalten, die Straße »Hinter der Mauer« ist zu eng. Die Feuerwehrmänner rollen deshalb Schläuche aus.
Auf der Corbiestraße müssen die Löschfahrzeuge anhalten, die Straße »Hinter der Mauer« ist zu eng. Die Feuerwehrmänner rollen deshalb Schläuche aus. Foto: Linda Bögelein

Die Feuerwehr ist um 18.56 Uhr alarmiert worden. Es rückten etwa 35 Feuerwehrmänner des Löschzugs Höxter-Kernstadt und des Löschzugs Albaxen an sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzt. Kurzzeitig ging auch der Sirenenalarm in Höxter los. Die Rettungsaktion gestaltete sich jedoch schwierig, denn sowohl die Feuerwehr-, als auch die Rettungsfahrzeuge mussten auf der Corbiestraße/Corveyer Allee und Minoritenstraße halten, da die Zufahrt zum Gebäude zu eng war. »Sicherlich ist die Situation nicht schön, aber sie ist bekannt und wir haben uns darauf eingestellt«, sagt Stadtbrandinspektor Jürgen Schmits.

Kritik an Stadtverwaltung

Horst Eikermann, der Hausmeister des Sechsparteienhauses ist da jedoch anderer Meinung: »Ich wohne seit 22 Jahren hier, mehrmals habe ich die Stadtverwaltung darauf hingewiesen, dass die Straße im Notfall nicht breit genug ist.« Zwar sei von der Stadt auch mal jemand zum Messen da gewesen. Die Antwort sei jedoch gewesen, dass die Straße breit genug sei. »Jetzt zeigt sich, dass sie es nicht ist, denn auch von der anderen Seite begrenzt eine Eibe die Zufahrt. So kann man doch nicht mit Menschenleben umgehen«, zeigt er sich empört.

Brandermittlungen aufgenommen

Der Brand konnte dennoch schnell gelöscht werden. Die Dachgeschosswohnung, in der der Brand ausbrach, ist nach Angaben der Feuerwehr unbewohnbar. Die übrigen Bewohner konnte jedoch nach den Lösch- und Lüftungsarbeiten wieder zurück in ihre Wohnungen. Für die Zeit der Rettungsmaßnahmen und Löscharbeiten waren die drei Straßen komplett gesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ein Sachschaden konnten die Beamten vor Ort noch nicht beziffern.

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