Straßen NRW startet am Brunsberg umstrittenes Millionenprojekt Erster Spatenstich für Schlingnatter-Oasen

Höxter (WB). Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hat an diesem Montag unterhalb des Brunsberges bei Höxter mit dem Bau der ersten Umsiedlungs-Quartiere für die Schlingnattern und Zauneidechsen im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau der B 64/83 in Godelheim begonnen. Der erste Spatenstich erfolgte am Vormittag.

Von Michael Robrecht
Erster Spatenstich für die neuen Schlingnatter-Qartiere am Brunsberg bei Höxter. Hier Hubertus Büse an der Baustelle.
Erster Spatenstich für die neuen Schlingnatter-Qartiere am Brunsberg bei Höxter. Hier Hubertus Büse an der Baustelle. Foto: Michael Robrecht

Für die Umsetzung dieser Maßnahmen rund um Gut Maygadessen wird die winterliche Ruhephase der Pflanzen und Tiere bis zum kommenden März genutzt. Die Schlingnatter-Schutzmaßnahmen seien  maßgeblicher Bestandteil für das noch zu erzielende Baurecht der B 64/83n zwischen Ottbergen und Höxter, so Straßen NRW.

Für die Schlingnattern werden überwiegend in Hanglage Steinriegel, Reisighaufen, Magerrasenbereiche, lichte Waldbestände und Hecken geschaffen, die insbesondere den geschützten Arten Schlingnatter und Zauneidechse sowohl als Unterschlupf im Sommer als auch als Winterquartiere dienen. Diese Flächen stellen zugleich die   Vernetzung zwischen vorhandenen Teillebensräumen der Arten dar. Kosten: mindestens 1,4 Millionen Euro.

Bereits vor einigen Jahren ist bei einer Artenschutzmaßnahme im Taubenborn der Kammmolch für gut 700.000 Euro umgesiedelt worden. Sommer- und Winterquartiere für die geschützten Kammmolche sind geschaffen worden, verwildern im Moment aber, kritisieren Naturschützer. Die Zahl der Tiere ist laut Straßen NRW dort so weit angewachsen, »dass sich die Population inzwischen stabilisiert und vergrößert hat und damit von einer erfolgreichen Umsetzung gesprochen werden kann«.

Die Firma Erdbau Hake aus Beverungen wird Zuwegungen zu den einzelnen Maßnahmenflächen befahren.  Während der Bauarbeiten wird es zu Behinderungen und Einschränkungen auf den Straßen und Wegen kommen, die durch die Baufahrzeuge genutzt  werden. Um Gefährdungen auszuschließen, sollten die Zuwegungen zu den Baustellen möglichst nicht betreten oder befahren werden. Auch das Parken sollte insbesondere auf der Anliegerstraße zum Taubenborn sowohl wegen der Behinderung des Bauablaufes als auch zum eigenen Schutz unterlassen werden. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW bittet um Verständnis.

Am Montag wurden Baustraßen und Schotterpisten für die Baufahrzeuge sowie ein Materiallagerplatz angelegt.

Kommentare

Wer hat sie gesehen?

Die lieben, guten Schlingnattern... Wenn sie überhaupt da sind. Weiß ja auch keiner so genau. Und wenn, wer sagt denn, dass sie das mögen, was da gemacht wird. Am Ende hauen die ab und suchen sich selbst was, was doch generell das Wahrscheinlichste ist und dann hat man da 1,3 Mio in den Sand, ach ne, in den Hang gesetzt.
Wenn sich Straßen NRW es doch noch anders überlegt und nicht weiß wohin mit dem Geld, ich würde etwas nehmen. Baue mir dann auch etwas am Hang, wo ich mich wohlfühlen kann...

Umfrage starten

Zu diesem Thema sollte das Westfalen-Blatt mal eine Online- Umfrage starten. Wäre mal interessant zu wissen, wie die Leser dazu stehen!
In meinem Bekanntenkreis ist für diese 1,4 Millionen Maßnahme zumindest wenig, bis gar kein Verständnis vorhanden.

So ein Schwachsinn

Ich geh da demnächst Gassi, Waldi schnappt sich die Population, dann ist Ruhe. :)

3 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.