Kreistag muss 2016 über Neuordnung abstimmen Landrat spricht mit den drei Berufskollegs

Kreis Höxter (WB). Jetzt schlägt die Stunde der Entscheidung für die Zukunft der drei Kreisberufskollegs in Höxter, Brakel und Warburg. Landrat Friedhelm Spieker wird alle drei Schulen in Kürze aufsuchen, um über neueste Entwicklungen bei der geplanten Zusammenführung mit den Betroffenen zu sprechen.

Von Michael Robrecht
Was wird aus den drei Berufskolleges im Kreis Höxter?
Was wird aus den drei Berufskolleges im Kreis Höxter? Foto: dpa

Der Kreistag hatte im November 2013 einen Grundsatzbeschluss gefasst. Die drei Kreisberufskollegs sollen zukünftig, so die Planung,  unter einem Dach arbeiten: Bisher favorisiert  ist, dass es zukünftig nur noch ein Kreisberufskolleg mit den Filialorten Höxter, Warburg und Brakel geben soll. In Brakel ist der Sitz der Schulleitung vorgesehen, in Warburg und Höxter würde es – laut bisheriger bekannter Planung – zukünftig keinen Leiter mehr geben. Dieses Thema ist in der Lehrerschaft sehr umstritten.

Abschließende Beratung Anfang 2016

Über die Zusammenführung der drei Berufskollegs in Trägerschaft des Kreises Höxter werden die politischen Kreis-Gremien Anfang des kommenden Jahres nun noch einmal abschließend beraten. Landrat Friedhelm Spieker wird die Lehrerkollegien der drei Berufskollegs noch im November persönlich über die geplante Vorgehensweise informieren sowie Vor- und Nachteile mit ihnen besprechen. »Unser Ziel ist es betriebs- und wohnortnahe Bildungsangebote, trotz rückläufiger Schülerzahlen, langfristig mit den drei Standorten Brakel, Höxter und Warburg zu sichern«, begründet Spieker gestern gegenüber dem WESTFALEN-BLATT die notwendige Zusammenführung der drei Berufskollegs des Kreises unter ein organisatorisches Dach. 

Landrat Friedhelm Spieker Foto: WB

Vor einigen Tagen hatte es in Höxter eine  nichtöffentliche Konferenz aller für den Kreis Höxter und die Kollegs bildungspolitisch Verantwortlichen aus Schule, Kreis, Bezirk  und Land NRW gegeben, in  der die Problematik einer Kreisberufskolleg-Reform mit all ihren verschiedenen organisatorischen  Möglichkeiten besprochen worden sind. Bleibt es bei einer schnellen Fusion aller drei Bildungseinrichtungen? Gibt es Zwischenschritte?

Weiter akuter Handlungsbedarf

Im November 2013 hatte die CDU-Mehrheit im Kreistag ihre Linie durchgesetzt, durch eine klare Beschlussfassung die Planungen für die »Schulreform« voranzutreiben. Das Beratungsbüro Dr. Garbe & Lexis war beauftragt worden, einen Schulentwicklungsplan für die drei Schulen zu erarbeiten. Diplom-Volkswirtin Ulrike Lexis hatte von massiv zurückgehenden Schülerzahlen berichtet – diese Prognose gilt auch heute noch. Für viele Kreispolitiker besteht deshalb weiter akuter Handlungsbedarf.

Für Landrat Friedhelm Spieker ist damals wie heute auch nach den bisherigen Beratungen die Tendenz eindeutig: Plan-Variante C mit der Fusion der drei Berufskollegs ist vernünftig. Die Kreistags-SPD wollte 2013 noch nichts endgültig entscheiden und in den Beschlussvorschlag hereinschreiben, dass die Variante C erst einmal »favorisiert« werde. Abgewartet werden sollte die Stellungnahme der »Arbeitsgruppe Berufskollegs«. Gisbert Bläsing (Grüne) wies schon damals darauf hin, dass es aus den drei Schulkonferenzen noch viele Fragen  und auch Kritik an einer Zusammenlegung der drei Schulen gebe.

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