Vom Jungen aus Albaxen zum weltweit erfolgreichen Geschäftsmann: Benjamin Ernst plant Benefiz-Spiel mit Promis Stars kicken für Kinder

Höxter/Holzminden (WB). Benjamin Ernst hat geschafft, wovon viele träumen: Der 35-jährige Unternehmer, der in Albaxen aufgewachsen ist, hat sich in der Geschäftswelt einen Namen gemacht. Jetzt will er mit einem Benefiz-Fußballspiel Promis nach Holzminden locken – und somit auch seiner Heimatregion etwas zurückgeben.

Von Dennis Pape
Benjamin Ernst  aus Albaxen ist nicht nur ein  weltweit erfolgreicher Geschäftsmann, er unterstützt mit seiner Stiftung »Kick It Like Charity« auch bedürftige Kinder im deutschsprachigen Raum.
Benjamin Ernst aus Albaxen ist nicht nur ein weltweit erfolgreicher Geschäftsmann, er unterstützt mit seiner Stiftung »Kick It Like Charity« auch bedürftige Kinder im deutschsprachigen Raum.

Der Stammsitz seiner Firma »Bernesto Group« ist in der renommierten Hafencity in Hamburg. Doch der Albaxer steuert seine vielfältigen Geschäfte (unter anderem im Bereich  Marketing und Sportlervermittlung)  nicht nur von der Shanghaiallee aus, er sitzt seit 2013 auch in der »100 Park Avenue« in Manhattan – um von New York aus den internationalen Markt zu erobern. In den Staaten  ist er mittlerweile angekommen. Zu seinem  Freundeskreis gehören unter anderem der Bürgermeister von New York City, Bill de Blasio,  oder Rap-Mogul »P. Diddy«.

Promis machen mit

Beim Benefiz-Spiel in Holzminden haben schon viele bekannte Persönlichkeiten aus den Bereichen Unterhaltung und Sport zugesagt. Laut Benjamin Ernst bestätigen täglich neue Promis ihre Teilnahme.

Definitiv dabei sind unter anderem Box-Weltmeister Artur Abraham, Pro7-Moderatoren Elton und Daniel Aminati, TV-Koch Nelson Müller, die Schauspieler Nina Bott und Klaas Heufer-Umlauf, Handballer Pascal   Hens, Box-Weltmeisterin Ina Menzer, Basketballer Nino Garris und der Eishockey-Nationalspieler Jerome Flaake. Aus der Riege  der Sänger spielen unter anderem Johannes Oerding, Lou Bega, Marc Tavasol, Nana und Silva Goncalves mit. Zu den Fußballern, die dabei  sind, zählen Ailton, Arne Friedrich, Koray Günter, Marcel Ndjeng,   Sergej Barbarez, Artur Wichniarek, Michael Oenning und Salomon Kalou.

 
Ernst ist in Höxter geboren, wuchs  die ersten sechs  Jahre jedoch in Wien auf.  Bis zu  seinem 16. Lebensjahr  lebte er in Albaxen, machte sich einen Namen als talentierter Jugendfußballer beim SV Höxter und zog anschließend zunächst  nach Paderborn und mit 19 Jahren weiter nach Hamburg, um Profi zu werden. »Mit 20 Jahren habe ich die  aktive fußballerische Laufbahn beendet und bin in die reale Geschäftswelt eingestiegen. Ich wollte unbedingt meine eigenen geschäftlichen Visionen umsetzen«, sagt er rückblickend.

Alles begann mit einer Klappkarte

Alles begann mit der so genannten Bernestocard: Diese  ist eine magnetische Klappkarte im Scheckkartenformat mit bis zu 24 Seiten. Mit seinem langjährigen Geschäftspartner Frank Otto, dem Milliardenerben und Sohn von Versandhandelgründer Werner Otto, brachte  Ernst als 22-Jähriger das heute extrem erfolgreiche  Produkt heraus, das  mittlerweile   patentiert und weltweit platziert ist. Kunden wie die Allianz,  Bravo Sport, Sparkasse,  FC Bayern München, Tour de France, Fußball-Ikone Pelé, die Insel Sylt oder Metropolen wie New York und Miami nutzen die handlich kompakten Klappkarten für eigene Marketingzwecke.

Schnell wird deutlich: Benjamin Ernst denkt groß – hat aber seine Heimat, das Weserbergland,  nicht vergessen. »Global denken, lokal handeln – das ist meine Devise«, betont der Geschäftsmann, der sich im Laufe der Jahre zahlreiche Kontakte zu Größen der Geschäftswelt sowie zu Promis aus Sport und Unterhaltung aufgebaut hat.

Seine Beziehungen will der ehemalige Kicker des SV Höxter und SC Paderborn jetzt nutzen, um ein mit Promis (siehe Kasten) hochkarätig besetztes Benefizspiel im kommenden Sommer in Holzminden zu organisieren. Die Einnahmen sollen seiner eigenen Stiftung »Kick It Like Charity« zugute kommen, die sich für sozialschwache und kranke Kinder sowie Jugendliche im deutschsprachigen Raum mit verschiedenen Projekten einsetzt. Er betont: »Rational gibt es kaum Gründe, ein so großes Spiel im Weserbergland zu organisieren.  Die Stars sind viel leichter für Veranstaltungen in den Großstädten zu motivieren, denn kaum einer möchte aufwendige oder zeitintensive Fahrten in Kauf nehmen. Unser schönes Weserbergland ist ja nun leider auch fernab jeglicher Metropole – alles gute Gründe, allerdings keine Hindernisse. Ich möchte es gerne hier machen. Ich finde es wichtig, das auch  in dieser Gegend etwas passiert.«

Turnier soll am 5. Juni 2016 steigen

Steigen wird der Kick für den guten Zweck am 5. Juni 2016 im Liebigstadion in Holzminden, das Platz für bis zu 6000 Zuschauer bietet.   Das Konzept: »Ich möchte zwei Mannschaften mit Promis und ›normalen Bürgern‹ mischen. Ab einer Spende von 50 Euro erhält man ein Namenslos, für 100 Euro gibt es zwei – es können beliebig viele gekauft werden. Alle Namenslose kommen in eine   Lotterie und werden unter notarieller Aufsicht gezogen. So hat jeder  die  einmalige  Möglichkeit, mit Stars in einem Team zu stehen. Zusammen mit Superstars und Fußball-Legenden zu kicken,  ist doch unbezahlbar.« Für sein Vorhaben sucht der gebürtige Höxteraner noch Partner aus dem Weserbergland. Einen Tag vor dem Spiel  veranstaltet Ernst eine Charity-Gala in Corvey – auch hier werden nationale und internationale Stars erwartet.

Dass Benjamin Ernst heute eine eigene Stiftung für wohltätige Zwecke führen kann, hat er sich in den vergangenen Jahren hart erarbeitet. Seine erste eigene Agentur eröffnete er mit 20 Jahren, bereits ein Jahr später erzielte  er die erste Million Umsatz. Mittlerweile ist Benjamin Ernst  in vielen Geschäftsbereichen erfolgreich, hat aber auch  realisiert, das Erfolg und Geld keine treuen und selbstverständlichen Begleiter sind. »Erfolg besitzt und pachtet man nicht, Erfolg  ist ein Resultat von kontinuierlicher Arbeit. In meinen Augen multipliziert sich Erfolg am besten, wenn man ihn teilt«, sagt er und denkt dabei  an sein Benefiz-Spiel in der Heimat.

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