Weltstar Justus Frantz kommt immer wieder gerne zu Konzerten ins Schloss Berlin, Hamburg, Rom, York – und Corvey

Höxter/Corvey (WB).  Corvey-Stammgast Justus Frantz hat es sich nicht nehmen lassen, erneut im von ihm so geschätzten Kaisersaal aufzutreten.

Von Michael Robrecht
Der Meister in seinem Element: Justus Frantz am Flügel im Kaisersaal in Schloss Corvey.
Der Meister in seinem Element: Justus Frantz am Flügel im Kaisersaal in Schloss Corvey. Foto: Michael Robrecht

Der weltbekannte Pianist und Dirigent, der einst das Schleswig-Holstein-Musikfestival erfand und der auch mit 71 Jahren noch jede Woche international Konzerte gibt, ist vom neuen Weltkulturerbe jedes Jahr außerordentlich begeistert. »Ich spiele in der Lateran-Basilika in Rom, dann beim Deutsch-Israelischen Festival in Frankfurt und Berlin anlässlich des 50. Jahrestages des Botschafteraustauschs mit Israel, in York und in Hamburg«, nennt er nur ein paar von seinen Top-Terminen in diesem Herbst. Corvey lasse er sich trotz der vielen Verpflichtungen nicht nehmen, unterstreicht er.  Er sei Corvey-Fan, aber auch  Claudia-Konrad-Fan, lacht er und grüßt die 300 Musikfreunde im Saal ausdrücklich zu Beginn seines Auftritts von der Kulturkreisgeschäftsführerin, die  nach einer orthopädischen Operation für längere Zeit pausieren und sich erholen müsse. Er übermittelte ihr persönlich   nette Genesungswünsche.

Seit 2010 reist  Justus Frantz  nach Corvey: Dieses Jahr kam er nicht mit dem Kleinflugzeug, sondern in seiner schwarzen Mittelklasse-Limousine, die im Schlosshof gleich neben den herzoglichen Autos parkte. Corvey sieht er als Perle, so der Maestro, der eine halbe Stunde vor dem Konzert in Freizeitkleidung am Flügel – bei offenen Schlossfenstern – seine Stücke probte und so die ankommenden Besucher ansprechend auf das Programm einstimmte.  Ganz Gentleman begrüßte er persönlich die Kulturkreis-Mitarbeiterinnen und stellte sogar neue Gesichter fest. Einige Minuten  nach 17 Uhr schritt Frantz dann im Anzug in den Kaisersaal, wo seine Fans (viele Senioren, aber auch einige  Kinder) auf den Meister warteten. Beliebtes und Bekanntes diverser Komponisten fand die  Aufmerksamkeit des Publikums. »Wiedersehen macht Freude«, riefen einige Zuhörer Justus Frantz nach. Eine Konzertrezension veröffentlichen wir in der morgigen Ausgabe

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