Plaschke nur wenige Wochen in WBK Höxter Asklepios trennt sich von Geschäftsführer

Höxter (WB). Marcus Plaschke ist nicht länger Geschäftsführer der Weserberglandklinik in Höxter. Asklepios hat sich mit sofortiger Wirkung vom Klinikmanager getrennt.

Von Michael Robrecht
Sie führen die Asklepios WBK in Höxter in der Übergangszeit: (von links)  Dr. Klaus Dechant, Trainee Jan Tillmann, Regionalgeschäftsführer Norbert Schneider, Dr. Thorsten-R. Diercks und Dr. Hartmut Heinze (gehören zu den drei Chefärzten der Klinik)
Sie führen die Asklepios WBK in Höxter in der Übergangszeit: (von links) Dr. Klaus Dechant, Trainee Jan Tillmann, Regionalgeschäftsführer Norbert Schneider, Dr. Thorsten-R. Diercks und Dr. Hartmut Heinze (gehören zu den drei Chefärzten der Klinik) Foto: Michael Robrecht

Norbert Schneider, Regionalgeschäftsführer »Reha« von Asklepios, reiste extra aus Bad Schwartau an, um den völlig überraschten Mitarbeitern in einer Betriebsversammlung in Höxter mitzuteilen, dass der Konzern »im gegenseitigen Einvernehmen« die Trennung mit Plaschke am Freitag vereinbart habe. Der WBK-Chef war erst am 6. Mai offiziell als Nachfolger von Oleg Giese, der neun Jahre Klinik-Chef war,  in Höxter eingeführt worden. Zu den genauen Gründen für die  Geschäftsführer-Entlassung  wollte sich Schneider nicht äußern. Das sei eine Konzernentscheidung gewesen und habe mit Dingen in Höxter nichts zu tun. Er bekannte sich auch eindeutig zum Klinikstandort Höxter und berichtete, dass die Stelle konzernintern zügig ausgeschrieben werde. Vielleicht gebe es im Juli schon einen neuen WBK-Geschäftsführer. Bis dahin führen als fünfköpfige Übergangsleitung  die drei Chefärzte Dr. Klaus Dechant,  Dr. Thorsten-R. Diercks und Dr. Hartmut Heinze  mit Trainee Jan Tillmann und  Regionalgeschäftsführer Norbert Schneider die Klinik (180 Mitarbeiter, 160  ausgelastete Betten, 67 Pflegebetten im Pflegeheim).

Marcus Plaschke (43), der durch zwei  Brände (beim zweiten  ist laut Polizei Brandstiftung im Spiel)  in der WBK in jüngster Zeit, gleich zwei Bewährungsproben zu meistern hatte, war als Führungskraft erst im April  von den Rhön-Kliniken eingekauft worden. Deshalb bezeichnet  Norbert Schneider das Ausscheiden des Managers auch als »unerwartet«. Als Ziel für die nächsten Jahre nannte er, auf eine 250-Betten-Auslastung zu wachsen. Nachwuchskraft  Jan Tillmann soll nicht neuer Geschäftsführer in Höxter werden, weil dem 30-Jährigen  Teile der Ausbildung  dafür  fehlen. Der Chef wird aus dem Asklepios-Führungspool ausgesucht.

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