17 Tochtergesellschaften bei Kolping – Personalgespräche für Förderschule laufen Kreis Höxter von Insolvenz unberührt

Kreis Höxter (WB). Das Kolping-Berufsbildungswerk in Brakel und das Kolping-Schulwerk, das im Auftrag des Kreises Höxter eine private  Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen betreiben wird, sind nicht von der Insolvenz  der Kolping-Bildungszentren Ostwestfalen betroffen.

Von Sabine Robrecht
Das Kolping-Bildungswerk hat das Clemensheim in Bad Driburg lange genutzt, bevor jetzt Asylbewerber dort einzogen.
Das Kolping-Bildungswerk hat das Clemensheim in Bad Driburg lange genutzt, bevor jetzt Asylbewerber dort einzogen. Foto: WB

Das sagte Sascha Dederichs, Grundsatzreferent der Geschäftsführung des Kolping-Bildungswerks Paderborn, auf WESTFALEN-BLATT-Nachfrage. Dederichs will damit Unsicherheiten zerstreuen, die im Kreis Höxter aufgekommen waren.
 Unter dem Dach der Hauptgesellschaft, dem Kolping-Bildungswerk in Paderborn, arbeiten 17 einzelne Rechtsträger. Und eine dieser 17 Tochtergesellschaften ist die »Kolping-Bildungszentren Ostwestfalen gGmbH«, erläutert  Dederichs. »Von der Insolvenz sind die übrigen Rechtsträger nicht betroffen.« Dies seien in der Region die Kolping-Schulwerk gGmbH und  die Kolping-Berufsbildungswerk Brakel gem. GmbH. »Alle 17 Gesellschaften sind jeweils für sich autonom«, betont auch Ulrich Woischner, Geschäftsführer des Kolping-Schulwerks. Wenn eine insolvent sei, habe das nichts mit den anderen zu tun.

Außen vor ist also auch die Weberhaus Nieheim gGmbH als Träger der Flüchtlingsarbeit, die im früheren Clemensheim in Bad Driburg eine Asylbewerberunterkunft betreibt. Genannt wird das Haus  in Zusammenhang mit der Insolvenz jedoch trotzdem. Das liegt daran, dass das Clemensheim früher einer der beiden Standorte des Berufsförderungszentrums Paderborn/Höxter war. Dieses wiederum gehört neben dem Berufsförderungszentrum Gütersloh und dem Beruflichen Trainingszentrum Gütersloh zu den drei Betrieben der insolventen »Kolping-Bildungszentren Ostwestfalen gGmbH«.
Ob im früheren Clemensheim in Bad Driburg noch Mitarbeiter der insolventen Gesellschaft tätig sind – diese Frage  beantwortete Sascha Dederichs ebenfalls: »Die Mitarbeiter sind alle neu eingestellt worden.«
Im  Kolping-Schulwerk wird unterdessen der für den Sommer 2016 geplante Start der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen vorbereitet. »Ich bin dabei, mich um das künftige Personal zu kümmern. Gespräche laufen«, berichtet Geschäftsführer Ulrich Woischner. Danach geht der Antrag auf Gründung der privaten Ersatzschule zur Bezirksregierung. Wie ausführlich berichtet, soll die Förderschule Räume des Kolping-Berufsbildungswerks in Brakel nutzen.

Inhaltlich liegt Ulrich Woischner die individuelle Förderung der zukünftigen Schüler am Herzen. Und: Wenn die Jugendlichen die Sekundarstufe I durchlaufen haben, sei es im Sinne der Inklusion geboten, sie optimal zu vermitteln. »Wir haben enge Kontakte zu Betrieben und Kammern.« Die neue Förderschule möchte, so Woischner, die jungen Leute in einen Ausbildungsplatz »hineinmoderieren«. »Das ist unsere große Zielsetzung.« Dazu gehörten Qualifizierungsphasen in Betrieben während der Schulzeit.
Infos: www.kolping-bildung-paderborn.de

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.