Überführung in die britische Heimat – kleine Trauerfeier Maler James ist tot

Höxter (WB). James Donnachie ist im Alter von 74 Jahren verstorben. Das hat der Leiter des Konrad-Beckhaus-Heimes in Höxter bestätigt. Der Maler sei in der Nacht zum 28. Januar für immer eingeschlafen, erklärte Berno Schlanstedt.
Sein Tod kommt für viele seiner Freude überraschend.

Von Ingo Schmitz
Maler James ist tot – so werden ihn die Menschen in Erinnerung behalten: Künstler James Donnachie, der vor 30 Jahren nach Höxter zog, zeigt hier ein Selbstportrait.
Maler James ist tot – so werden ihn die Menschen in Erinnerung behalten: Künstler James Donnachie, der vor 30 Jahren nach Höxter zog, zeigt hier ein Selbstportrait. Foto: Michael Robrecht

Am 4. Februar werden James Brüder Peter und Robert in Höxter erwartet. Sie reisen aus Großbritannien an und werden die sterblichen Überreste des Malers in dessen Heimat überführen, wo er auf eigenen Wunsch beerdigt werden soll.

Wie der Heimleiter berichtet, habe sich der Gesundheitszustand des 74-Jährigen in den vergangenen drei Wochen verschlechtert. Er habe zusehends an Kraft verloren. »Er ist ganz langsam eingeschlafen«, berichtete Schlanstedt.

Nach seinen Worten habe sich der bekannte Maler gewünscht, in seiner britischen Heimat beigesetzt zu werden.  »James hat sich gewünscht, im Grab seiner Eltern in Edinburgh beigesetzt werden«, sagte Schlanstedt.

Nicht nur in Höxter war der gebürtige Brite bekannt wie ein »bunter Hund« – was nicht zuletzt auch an seinen oftmals schrullig wirkenden Kleidern und am Federschmuck lag. Die Menschen, die ihn näher kannten, schätzten ihn sehr. Vor zwei Jahren musste James aus gesundheitlichen Gründen von seinem Areal am ehemaligen Stellwerk in Corvey ins Pflegeheim umziehen. »Es hat ihm hier sehr gut gefallen. Vor allem, wenn er mit ›Sir James‹ begrüßt wurde, hat er gelächelt. James hat ein genussvolles Leben geführt, in dem er nichts ausgelassen hat. Jetzt haben ihn die Kräfte verlassen. Nach Angaben des Arztes ist er an Herzversagen gestorben«, sagte der Heimleiter.

Das Erbe des Künstlers, der vor allem Bahnen liebte aber auch gerne Bäume, Frauen und Tiere malte, hat in Höxter viele Spuren verlassen. Seine Werke zieren unter anderem die Wartebereiche in Arztpraxen oder auch im Krankenhaus. Viele Bilder hat er beim Umzug ins Heim an Freunde verschenkt, einige Bilder hängen aber auch noch in seinem Zimmer. Dem Heim hat er einige Skulpturen überlassen, die im Innenhof stehen. Sein Andenken wird durch den Stellwerk-Verein der das Atelier im Bahnwärterhäuschen übernommen hat, wach gehalten werden.

Oliver Brockmann, der in Höxter die Pizzeria »Pizzarella« betreibt, organisiert für den Freundeskreis von James am Donnerstag, 5. Februar, eine kleine Trauerfeier. 25 Gäste werden erwartet. Sie haben sich zum Kaffeetrinken verabredet, um dem Maler zu gedenken. James war Stammgast der Pizzeria.

Cafe im Stellwerk

Auch wenn der Maler James Donnachie tot ist: Sein Lebenswerk und die Erinnerung an ihn bleibt erhalten. Dafür sorgt der Verein Stellwerk Corvey, der das ehemalige Atelier des Malers übernommen hat. Der Vorstand hat viele Pläne, das kulturelle Zentrum zwischen Bahntrasse und Radweg weiter zu beleben. Im Mai wird ein Café eröffnet.

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James Donnachie

We are sad with friends and family. We are extremely honored to have known James and spent many moments at Corvey or in Holzminden. Rest in peace, James. It was a genuine pleasure

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