Dr. Bettin in Moskau und Rostow: Chefarzt der Frauenklinik bildet Kollegen auch im St.-Ansgar-Krankenhaus aus Spitzenmedizin aus Höxter in Russland

Höxter/ Moskau (WB). Der Chefarzt der Frauenklinik des St.-Ansgar Krankenhauses in Höxter bildet in Russland Ärzte aus. Die Kollegen lernen Operationstechniken.

 Dr. Stefan Bettin (Mitte), Chefarzt der Frauenklinik des St.-Ansgar- Krankenhaus Höxter, mit russischen Gynäkologen im Krankenhaus in Tscheljabinsk am Ural. Russische Ärzte werden jetzt bald auch im St. Ansgar ausgebildet.
Dr. Stefan Bettin (Mitte), Chefarzt der Frauenklinik des St.-Ansgar- Krankenhaus Höxter, mit russischen Gynäkologen im Krankenhaus in Tscheljabinsk am Ural. Russische Ärzte werden jetzt bald auch im St. Ansgar ausgebildet. Foto: WB

Dr. Stefan Bettin, Chefarzt der Frauenklinik des Klinikum Weser-Egge, Standort St. Ansgar Krankenhaus Höxter, hat in Kiew studiert. Etwa 25 Jahre später reist der Mediziner zum wiederholten Mal nach Russland, um in verschiedenen Krankenhäusern die Ausbildung beim laparoskopischen Operieren voranzutreiben. »Meine russischen Kollegen stehen dieser Technik sehr aufgeschlossen gegenüber. Sie sind uneingeschränkt bereit, sich auf Neues einzulassen.«

Dass das Instrumentarium in Russland nicht ganz so modern sei wie in Höxter, spiele bei den OP-Kursen keine Rolle, sagt Bettin: »Beim Handling ist es egal, ob das Laparoskop zwei oder acht Jahre alt ist. Entscheidend ist die operative Philosophie – nämlich mit dem, was da ist, das Beste zu erreichen: Gewebestrukturen zu schonen und Organfunktionen zu verbessern.«

Vorteil für Patienten

Die Patientin hat enorme Vorteile, wenn der Operateur das minimal-invasive Verfahren beherrscht. So sind bei gynäkologischen Eingriffen keine großen Schnitte notwendig, da der Arzt seine Instrumente über ein kleines Loch, das »Schlüsselloch«, ins Körperinnere schiebt. »Uns gelingen per Laparoskop nahezu blutungsfreie Operationen«, betont Bettin.

 Er freut sich, dass er durch die Schulungen etwas zurückgeben kann, was er in der Ukraine bekommen hat und fliegt dafür innerhalb von Russland 8000 Kilometer weit. »Uns liegt die Ausbildung am Herzen. Infolge meiner Reisen nach Moskau, Rostow am Don, Tscheljabinsk am Ural oder in die nordrussischen Hafenstadt Archangelsk kommen die Kollegen auch nach Höxter, um dort weitere Anregungen für ihre Arbeit zu bekommen«, berichtet Bettin.

Indem die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE) diesen Austausch fördert, bekennt sie sich zu ihrem Ausbildungsauftrag. »Darüber hinaus wird deutlich, dass Spitzenmedizin aus Höxter internationale Bedeutung hat«, so Ralf Schaum, Personalleiter der Hospitalvereinigung.

 Die Kooperation wird von der Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion AGU, selbstständiges Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, unterstützt.

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