Hamelner Erklärung: Christian Haase empfängt Kreisvertreter Südlink: enge Abstimmung vereinbart

Berlin/Kreis Höxter(WB). Um sich bei einer gemeinsamen Strategie eng abzustimmen, hat Christian Haase, Abgeordneter des Bundestags, die von der Südlink-Trasse betroffenen Landkreisvertreter in Berlin empfangen. Tjark Bartels, als Sprecher der Landräte, überreichte ihm einen Brief mit Forderungen zum Rechtsschutz, der Gesundheitsvorsorge und der Erdverkabelung.

Einigkeit in vielen Punkten bestand bei dem Treffen von Landkreisvertretern und Bundestagsabgeordneten am Montag, bei dem die Hamelner Erklärung zur Südlink-Planung im Bundestag überreicht wurde.

Christian Haase (DCU) und Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) hatten sowohl den Landrat aus Hameln-Pyrmont, Tjark Bartels, als Sprecher der Landräte als auch die Unterzeichner der Hamelner Erklärung nach Berlin eingeladen, um über eine gemeinsame Strategie zum Thema Südlink-Trasse zu sprechen. Neben den Landkreisvertretern waren auch viele von der Südlink-Trasse betroffene Abgeordnete vertreten.

»Thema auf der kommunalen Ebene so aktiv begleiten«

Haase, der das Thema Südlink im Bundestag koordiniert, richtete seinen Dank an die Landkreisvertreter: »Ich danke Ihnen ausdrücklich dafür, dass Sie dieses wichtige Thema auf der kommunalen Ebene so aktiv begleiten. Es ist gut, wenn wir in dieser gemeinsamen Sache auch gemeinsam auftreten«, stellte der Bundestagsabgeordnete heraus.

Sowohl die kommunalen Vertreter als auch die Bundesebene hinterfragen die Korridorauswahl.Die Wahl des besten Korridors müsse transparent und Schritt für Schritt nachvollziehbar sein.

Es müsse gewährleistet sein, dass alle großräumigen Trassenkorridore und nicht nur der Vorschlagskorridor des Betreibers Gegenstand der Alternativprüfung seien. In diesen Punkten sind sich alle einig.

Landkreisvertreter stellen Forderungen

Landrat Bartels stellte den rund 20 Abgeordneten die Arbeit der Landräte vor und betonte hierbei die Zurückweisung des Tennet-Antrages bei der Bundesnetzagentur. »So weit würde ich nicht gehen, den Antrag als Ganzes zurückzuweisen. Es muss jedoch sicher an einigen Stellen nachgearbeitet werden. Eine komplette Ablehnung bringt uns im Verfahren nicht weiter«, sagte Haase.

Weiterhin überreichten die Landkreisvertreter einen Brief mit Forderungen. Hauptsächlich geht es um den Rechtsschutz, die Gesundheitsvorsorge und die Erdverkabelung.

Dazu sagte Haase, dass die Bundestagsabgeordneten hier schon aktiv geworden seien. Mit einer gemeinsamen Resolution hätten sich die betroffenen Abgeordneten an das Wirtschaftsministerium gewandt, um mehr Offenheit für die Erdverkabelung einzufordern.

Bartels und Haase vereinbarten eine enge Abstimmung bei der Begleitung des Südlink-Planungsprozesses.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.