Autohaus Cizme: Brandermittlung erst im neuen Jahr Untersuchung zu gefährlich

Die Ermittlungen zur Ursache des Großbrandes im Autohaus Cizme in Boffzen liegen auf Eis. Die Brandermittler können ihre Arbeit noch nicht aufnehmen

Von Ingo Schmitz
Blick in die Werkstatt: Alles ist voller Ruß, auch Kundenautos.
Blick in die Werkstatt: Alles ist voller Ruß, auch Kundenautos. Foto: Michael Robrecht

Hintergrund dafür ist nach Angaben der Polizei die Photovoltaikanlage, die auf dem kompletten Gebäude verbaut ist. Nach wie vor sei Strom auf der Anlage – eine Untersuchung sei zu gefährlich. Bei einem Ortstermin gestern am Autohaus stimmten Vertreter der Kripo und der Versicherung sowie Elektriker das weitere Vorgehen ab.

Wegen der bevorstehenden Feiertage werden die Brandermittler wohl erst im neuen Jahr das zerstörte Gebäude untersuchen. Das Ersatzteillager und ein angrenzendes Büro sind nur noch Schutt und Asche. In der Werkstatt, Annahme und dem Ausstellungsraum ist überall Ruß.

Inhaber Ahmet Cizme berichtete, dass auch drei Kundenfahrzeuge beschädigt worden seien. »Wir stehen im Kontakt. Die Kunden werden nicht im Stich gelassen – dafür sorge ich«, versprach er. Keine Sorgen bräuchten sich die Kunden um ihre eingelagerten Reifen zu machen: »Da ist nichts passiert«, sagte er.

Cizme bedankt sich bei allen, die ihm Hilfe angeboten hätten: »Das ist überwältigend.« Er überlege, ob er übergangsweise eine Werkstatt anmiete, um die Kunden weiter bedienen zu können. Derzeit habe er das Büro in sein Privathaus verlagert, um erreichbar zu sein. Auch für seine vier Mitarbeiter sei gesorgt. Hinweise auf den möglichen Brandstifter gibt es nach Angaben der Polizei Holzminden bislang nicht.

Bei dem Brand in Boffzen ist nach Angaben der Polizei ein Schaden von 800.000 bis einer Million Euro entstanden.

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