LWL fordert Gutachten Windräder dürfen Corvey-Sichtachse nicht stören

Höxter (WB). Kopfschütteln hat am Montagabend ein Gutachten ausgelöst, das die Stadt Höxter 41.000 Euro kosten soll. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat der Stadt aufgetragen, die Sichtachsenbeziehungen zwischen dem Weltkulturerbe Corvey und künftigen Windparkzonen untersuchen zu lassen.

Von Ingo Schmitz
Die geplanten Windkraftzonen rund um das Weltkulturerbe dürfen die Sichtachse zu Corvey nicht stören. Das soll nun ein Gutachten belegen.
Die geplanten Windkraftzonen rund um das Weltkulturerbe dürfen die Sichtachse zu Corvey nicht stören. Das soll nun ein Gutachten belegen. Foto: /Montage Harald Iding

Dieses Sichtachsengutachten ist bereits einmal durchgeführt worden. Dafür hat die Stadt Höxter bereits 29 000 Euro gezahlt, berichtete Kämmerer Lothar Stadermann. Der Haken daran: Das Gutachten hat die Sichtachsen lediglich im belaubten Zustand der Bäume untersucht. Nun fordert der LWL, dass die Sichtachsen noch mal ohne Laub auf den Prüfstand gestellt werden müssen. Und das geht natürlich jetzt im Winter am besten.

Die Punkte, die untersucht werden sollen, habe der LWL festgelegt, berichtete der Kämmerer. Um das Gutachten käme die Stadt Höxter nicht herum. Ansonsten würden die Änderungen der Flächennutzungspläne für Windvorrangzonen in Bosseborn, Fürstenau, Amelunxen und Drenke oder auch die Anerkennung des Weltkulturerbes gefährdet. Der Ausschuss stimmte mehrheitlich – gegen die Stimmen der Bfh und bei Enthaltung der UWG – dem Gutachten zu.

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