Aus vier wird eine: Weser-Nethe-Kirchengemeinde Höxter ist gegründet Alle unter einem Siegel

Höxter (WB). Jetzt ist die Vereinigung der vier evangelischen Kirchengemeinden Höxter, Beverungen, Bruchhausen und Amelunxen im wahrsten Sinne des Wortes »besiegelt«. Superintendentin Anke Schröder hat das neue Siegel übergeben, das die neue Weser-Nethe-Kirchengemeinde Höxter nun trägt.

Von Ingo Schmitz
Die vier Geistlichen der Gemeinden halten das neue Siegel der Weser-Nethe-Kirchengemeinde Höxter in Händen: (von links) Astrid Neumann (Beverungen), Reinhard Schreiner (Höxter), Dieter Maletz (Höxter), Gunnar Wirth (Amelunxen und Bruchhausen) sowie Superintendentin Anke Schröder.
Die vier Geistlichen der Gemeinden halten das neue Siegel der Weser-Nethe-Kirchengemeinde Höxter in Händen: (von links) Astrid Neumann (Beverungen), Reinhard Schreiner (Höxter), Dieter Maletz (Höxter), Gunnar Wirth (Amelunxen und Bruchhausen) sowie Superintendentin Anke Schröder. Foto: Ingo Schmitz

Zum ersten Mal wurde der Stempel am Sonntag öffentlich gezeigt: Alle vier Gotteshäuser zieren das Werkzeug, mit dem künftig frohe aber auch traurige Vorkommnisse besiegelt werden. Der historische Akt wurde in der Marienkirche vollzogen. Hunderte Gläubige aus der Region waren vertreten – darunter auch viele Freunde der katholischen Kirche.

Mutiger Schritt

Pfarrer Dieter Maletz gab zu: »Der neue Name der Gemeinde ist sperrig und er passt kaum auf das neue Siegel, wir werden uns aber daran gewöhnen müssen.« Die Vereinigung sei ein mutiger wie notwendiger Schritt. Pfarrer Gunnar Wirth betonte vor diesem Hintergrund: »Alles Wichtige bleibt: Das Wort Gottes bleibt, die Sakramente, die Gemeinden bleiben, auch der Gottesdienst – und dass wir füreinander da sind.«

Alte Siegel im Archiv

Vor der feierlichen Siegelübergabe wurden die alten Siegel – das Älteste stammt aus Amelunxen und ist fast 900 Jahre alt – der Superintendentin übergeben. Sie werden jetzt im Archiv der Landeskirche aufbewahrt. Auch von den bisherigen Presbytern aller vier Gemeinden verabschiedeten sich die Gemeindeglieder. Sie wurden mit Dank aus ihrer Verantwortung entlassen. Einige seien seit 30 Jahren dabei und werden ihr Wirken auch im neuen Bevollmächtigtenausschuss fortsetzen.

Stärke durch Gemeinschaft

Superintendentin Anke Schröder betonte, dass die Vereinigung sicher von manchen als »geistlose Strukturreform gesehen werde«, die »von oben aufgezwungen« worden sei. Sie gab den Gläubigen jedoch mit auf den Weg, dass es vielmehr eine verantwortungsvolle Entscheidung der vier Presbyterien gewesen sei, denn: »Gemeinsam ist man stärker.« Schröder betonte zudem, dass hier nicht eine Strukturreform gefeiert werde, sondern das Kommen Jesu.

Beste Wünsche

Die besten Wünsche für die künftige Arbeit in den vier Bezirken überbrachten Pfarrer Christof Hentschel im Namen der katholischen Kirchengemeinden Höxter/Beverungen sowie der Gemeinderefent der Höxteraner Baptisten, Heinrich Esau. Stellvertretender Bürgermeister Hans-Josef Held sprach davon, dass die politische und kirchliche Gemeinde nun gemeinsam das Leben in der Region gestalten solle.

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