Neujahrsempfang in der Radarstation Auenhausen Standort feiert 60-Jähriges

Brakel-Auenhausen (WB). Gute Nachrichten von der Hegge: Der Abgesetzte Technische Zug 242 und der Sensorzug II am Standort Auenhausen soll personell verstärkt werden. Im Herbst ist zudem ein Fest zum 60-jährgen Bestehen des Standortes geplant. Das wurde beim Neujahrsempfang in der Radarstellung Auenhausen bekannt.

Von Frank Spiegel

Sensorzugführer Hauptmann Marian Schütze begrüßte dazu neben dem Bundestagsabgeordneten Christian Haase, den Landtagsabgeordneten Matthias Goeken, Landrat Friedhelm Spieker und Bürgermeister Hermann Temme auch zahlreiche Vertreter aus Bundeswehr, Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Vereinen und Hilfsorganisationen.

»Wir haben uns jeglichen Herausforderungen gestellt – und noch besser ist, dass wir sie stets meisten konnten«, blickte der Sensorzugführer auf das vergangene Jahr.

Herausforderungen gemeistert

Das beste Beispiel für eine Erfolgsstory sei aber der Standort selbst. »Vor über 60 Jahren war diese Stellung ein einfaches Stück Ackerland, welches von der britischen Besatzungsmacht auserkoren wurde, um der Bauplatz für ein Großraumradargerät der Royal Air-Force zu werden«, blickte er zurück.

Den ansässigen Landwirten habe diese Idee aber gar nicht gefallen. Sie hätten sich mit Knüppeln bewaffnet gegen die Zwangsenteignung gewehrt.

»Glücklicherweise konnte man den Streit um die so genannte ›Höhe 318‹ schlichten und somit den Grundstein für eine friedliche Koexistenz zwischen Zivilbevölkerung und Militär legen«, berichtete Marian Schütze.

In den vergangenen sechs Jahrzehnten habe sich zunächst eine Zweckgemeinschaft entwickelt, die sich inzwischen zu einer nicht mehr wegzudenkenden fest verschweißten Beziehung gewandelt habe. Das solle im Herbst gefeiert werden.

Modernstes Radar läuft stabil

Oberstleutnant Jörg Wagener, stellvertretender Kommandeur des Einsatzführungsbereiches 2, sagte, dass vor dem Hintergrund der zahllosen Veränderungen und Umbrüche der vergangenen zwei Dekaden das zurückliegende Jahr nahezu ereignislos gewesen sei.

»Das unverändert modernste Großraumradargerät läuft stabil und wird allen technischen und operationellen Ansprüchen eindrucksvoll gerecht.« Auch der ursprünglich angestrebte zeitweise unbemannte Betrieb sei inzwischen Routine. Weiterhin »mit Zuversicht« sehe er auch der schon im vergangenen Jahr angeklungenen Personalverstärkung entgegen.

Vorbehaltlich der ministeriellen Billigung sollen im Jahr 2020 17 Abgesetzte Technische Züge um jeweils drei Personen verstärkt werden. »Das qualifizierte Personal soll für eine dringend erforderliche Lastenverteilung auf weitere Schultern sorgen«, kündigte der Oberstleutnant an.

Dank für Engagement

MdB Christian Haase dankte den Angehörigen der Bundeswehr für deren verlässliches Engagement. »Die Bundeswehr stellt sich gegenwärtig neu auf, um den Anforderungen gerecht zu werden«, sagte der Christdemokrat. Unabhängig vom Ausgang der Regierungsbildung in Berlin stehe fest: »Die Bundeswehr braucht mehr Geld.« Er setze sich dafür ein, dass die Soldaten angemessen ausgestattet werden.

Auch Landrat Friedhelm Spieker wies darauf hin, dass die Bundeswehr mehr denn je als Verteidigungsarmee gefragt sei. »Ich bin froh, dass so viele Frauen und Männer als Bürger in Uniform unser Land verteidigen und Flagge zeigen«, so Spieker.

»Der Empfang findet bereits seit 25 Jahren statt und dient vor allem dem gegenseitigen Austausch. Denn eine gute Einbettung in die Gesellschaft ist auch für die Bundeswehr ein wichtiger Standortfaktor«, sagte Brakels Bürgermeister Hermann Temme. Er führte aus, dass auch die Nethestadt im vergangenen Jahr von der anhaltend guten Konjunktur profitiert habe und nannte einige Beispiele.

Temme: »Auf diesem Weg wollen wir in 2018 weiter nach vorn schreiten und Brakel als einen Ort ausbauen, in dem man gerne wohnt und arbeitet, gerne lernt und investiert, gerne seine Freizeit und seinen Lebensabend verbringt.«

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