Gläubige gratulieren neuen Diakonen Klaus Günther Lipka und Joachim Werth Nächstenliebe als Auftrag

Brakel (WB). Es war eine bistumsweite Besonderheit: Die St.-Michael-Gemeinde in Brakel hat am Samstag zwei der sieben Kandidaten für die Diakonenweihe gestellt. Klaus Günther Lipka und Joachim Werth haben im Hohen Dom zu Paderborn das Weihesakrament empfangen und wurden damit als Ständige Diakone mit der Seelsorge im Pastoralen Raum beauftragt.

Von Sabine Robrecht
Klaus Günther Lipka und Joachim Werth (vorne von links) sind im Hohen Dom zu Paderborn zu Diakonen geweiht worden. Zu Hause in der St.-Michael-Pfarrkirche gehörten Pfarrer Alfons Weskamp (hinten von links), Gemeindereferentin Monika Konegen, Priesteramtskandidat Christoph zu Bentheim, Diakon Michael von Boeselager (Steinheim), der evangelische Pfarrer Volker Walle, die Ministranten des Festhochamts und natürlich Pfarrer Wilhelm Koch (rechts) zu den ersten Gratulanten.
Klaus Günther Lipka und Joachim Werth (vorne von links) sind im Hohen Dom zu Paderborn zu Diakonen geweiht worden. Zu Hause in der St.-Michael-Pfarrkirche gehörten Pfarrer Alfons Weskamp (hinten von links), Gemeindereferentin Monika Konegen, Priesteramtskandidat Christoph zu Bentheim, Diakon Michael von Boeselager (Steinheim), der evangelische Pfarrer Volker Walle, die Ministranten des Festhochamts und natürlich Pfarrer Wilhelm Koch (rechts) zu den ersten Gratulanten. Foto: Sabine Robrecht

Auch den Angehörigen der beiden Diakone dankt Pfarrer Wilhelm Koch: Gertraud Werth (von links), Sohn Lukas, Christa Lipka und Töchter Maria und Elisabeth. Foto: Sabine Robrecht

Erzbischof Hans-Josef Becker spendete den beiden Brakelern und den fünf anderen Kandidaten durch Handauflegen und Gebet die Diakonen-Weihe. Auf diese Feierlichkeiten blicken Klaus Günther Lipka und Joachim Werth ergriffen zurück.

»Ich war alleine vor Gott, und er trug mich«

Einen Moment wird Klaus Günther Lipka nie vergessen: Während der Allerheiligen-Litanei unmittelbar nach der eigentlichen Weihe liegen die Diakone auf dem Boden vor dem Altar. »Ich habe um mich herum nichts mehr wahrgenommen. Ich war alleine vor Gott, und er trug mich«, beischrieb der Brakeler diese einmaligen Augenblicke.

Den verlässlichen Beistand Christi habe er in den drei Jahren Vorbereitungszeit immer gespürt, blickte Joachim Werth zurück. Mit seinem Amtsbruder verbindet ihn, dass beide beruflich viel mit Menschen zu tun hatten: Werth als langjähriger Leiter der Drogen- und Suchtberatung im Caritas-Beratungszentrum Brakel und Lipka als Lehrer an der Realschule Höxter.

Das Amt des Diakons sei sozusagen die Fortführung dessen. Joachim Werth: »Ich möchte jetzt, als Rentner, den Menschen nahe sein und für sie da sein. Weil mir die Menschen wichtig sind, möchte ich mit ihnen in Beziehung treten.«

Werdegänge

Klaus Günther Lipka aus der Kirchengemeinde St. Michael Brakel wurde 1949 geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Lipka ist Rentner, zuletzt war er tätig als Lehrer an der Realschule Höxter für Katholische Religion und Englisch. In der Gemeinde engagiert er sich als Kommunionhelfer und Lektor.

Joachim Werth aus der Kirchengemeinde St. Michael Brakel wurde 1950 geboren, ist seit 1979 verheiratet und hat zwei Kinder. Nach seinem Studium der Psychologie, Soziologie und Pädagogik war der Diplom-Pädagoge tätig in der Sucht- und Drogenberatung im Beratungszentrum Brakel des Caritasverbandes für den Kreis Höxter. Seit dem 1. März ist Werth im Ruhestand. Er engagiert sich als Lektor, Kommunionhelfer und Seniorenmessdiener. Darüber hinaus begleitet er Ehevorbereitungskurse und war Vorsitzender des Pfarrgemeinderates

Frohe Botschaft verkünden

Diese Motivation war auch für Klaus Günther Lipka ausschlaggebend. Getreu dem Christus-Wort »Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan« (Matthäus 25, 40), das jeden Getauften zur Nächstenliebe berufe, will er sein Amt des Ständigen Diakons ausgestalten. Er verstehe diese Bibelstelle als »Auftrag, mich um die zu kümmern, denen es schlechter geht als uns«.

Die frohe Botschaft zu verkünden, sei ihm ein weiteres Anliegen. Denn: »Als Lehrer habe ich festgestellt, dass es in der Verkündigung fehlt.«

Zu den Gratulanten beim Festhochamt in St. Michael und dem anschließenden Empfang in der Altentagesstätte am Kirchplatz gehörten auch die geistlichen Mentoren, Pfarrer Alfons Weskamp und Pastor Christian Stätter.

Pfarrer Wilhelm Koch überreichte den beiden Diakonen jeweils eine Kerze – verbunden mit dem Wunsch, dass das Licht Christi sie begleiten möge.

Bitte um Unterstützung

Die Gläubigen bat Pfarrer Koch, die Diakone zu unterstützen. Das Pastoralteam, der Pfarrgemeinderat und die Gemeinde statteten die beiden mit zwei neuen Alben (weißen Untergewändern) sowie mit Stolen in allen liturgischen Farben aus.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Rita Mertens lenkte den Blick in ihrer Glückwunschrede auf den Begriff »ständig« in der Amtsbezeichnung »Ständiger Diakon«. Von den beiden werde erwartet, dass sie ständig zu ihrem Glauben stehen und Standpunkt beziehen, wenn Menschen mit Fragen und Sorgen zu ihnen kommen.

Beste Wünsche begleiten Klaus Günther Lipka und Joachim Werth auch von den evangelischen Mitchristen. Pfarrer Volker Walle gratulierte am Ambo der St.-Michael-Pfarrkirche herzlich. »Möge es Ihnen geschenkt werden, dass Sie Ihre segensreiche Arbeit zur Ehre Gottes und zum Wohl der Menschen in den pastoralen Raum einbringen können. «

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