Körbecker eröffnen erstes Dorf-Café im Warburger Land Kaffee, Kuchen und Kontakte

Borgentreich (WB). Kaffee und Kuchen in geselliger Runde genießen, Freunde treffen und mit fremden Menschen ins Gespräch kommen. Das ist von nun an jeden Sonntag von 15 bis 17 Uhr im neuen Pfarrheim in Körbecke möglich. Mithilfe von 30 Organisatoren öffnet dort jede Woche das erste Dorf-Café im Warburger Land seine Türen. Zum Auftakt kamen rund 50 Gäste.

Von Michaela Weiße

30 Ehrenamtliche helfen mit

»Es ist toll, dass so viele Leute gekommen sind«, sagt Klaus Lange, Mitglied des Pfarrgemeinderates. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Edith sowie Ulv Günther, ebenfalls Mitglied des Pfarrgemeinderates, übernahm er die Organisation des ersten Kaffeetrinkens in der ehemaligen Volksbankfiliale.

Geplant ist, dass sich jeden Sonntag drei Freiwillige um das Dorf-Café kümmern, so Lange. Dazu gehöre das Backen eines Kuchens sowie die Bewirtung der Gäste. »Wir sind jetzt insgesamt 30 Ehrenamtliche, die sich bereit erklärt haben, an jeweils einem Sonntag im Dorf-Café zu helfen«, erzählt Klaus Lange. So seien die Veranstaltungen bis Ostern erst einmal gesichert, sagt er.

»An der Organisation können sich alle Gemeindemitglieder beteiligen. Es wäre toll, wenn wir noch mehr Helfer finden würden«, sagt Edith Lange.

Nach dem Vorbild des Dorf-Cafés der befreundeten Gemeinde Ostheim

Die Idee zum Körbecker Dorf-Café entstand im Pfarrgemeinderat nach dem Vorbild des Dorf-Cafés der befreundeten Gemeinde Ostheim. Dieses Vorhaben im alten Pfarrheim, im Keller des ehemaligen Pfarrhauses, umzusetzen, sei jedoch nicht möglich gewesen, berichten die Mitglieder des Pfarrgemeinderates. Die Räume seien dafür zu klein gewesen.

Als im Juli vergangenen Jahres die Volksbankfiliale im Ort schloss, und schließlich das Erzbistum diese Immobilie kaufte, wurde die Idee des Dorf-Cafés wieder ins Auge gefasst. »Wir haben Gespräche mit den Ostheimern geführt. Die Atmosphäre in deren Dorf-Café ist wirklich toll«, erzählt Lange.

Auch bei den Verantwortlichen des Generationenhauses in Hümme, die Ähnliches veranstalten, habe sich der Pfarrgemeinderat kundig gemacht. Schließlich konnten gestern zum ersten Mal die Türen zum Körbecker Dorf-Café geöffnet werden.

Im ehemaligen, etwa 60 Quadratmeter großen, Schalterraum der Bankfiliale kamen rund 50 Gäste zum gemütlichen Kaffeetrinken zusammen. Damit war das Dorf-Café zur Premiere nahezu voll besetzt. »Mit so einer großen Resonanz hatten wir gar nicht gerechnet«, freut sich Axel Eggers, Mitglied des Pfarrgemeinderates. »Der Kuchen wird gegen eine kleine Spende ausgegeben«, erklärt Klaus Lange das Konzept des Dorf-Cafés.

»Jeder ist willkommen«

»Uns gefällt es hier sehr gut. Besonders für Alleinstehende ist es ein tolles Angebot. Wir wollen öfter herkommen«, sagt eine Gruppe von Senioren zum neuen Dorf-Café in Körbecke. Aber auch junge Leute hat es ins neue Pfarrheim gelockt.

Nicht nur Körbecker, auch Besucher aus den Nachbarorten waren zu Gast. So haben etwa Petra und Hans-Josef Riepen aus Rösebeck den Besuch des Dorf-Cafés mit einer kleinen Wanderung verbunden. »Wir wollen auch Radfahrer und Touristen, die durch den Ort fahren, zum Kaffeetrinken einladen«, sagt Klaus Lange. »Jeder kann sich trauen, jeder ist willkommen.«

»Das Dorf-Café ist eine gute Idee, die man unterstützen muss. Wir kennen so etwas schon aus unserem ehemaligen Wohnort Dringenberg«, berichten Christian und Kathrin Riepen, die sich kurzerhand direkt in die Helferliste eingetragen haben.

Im Sommer soll das neue Pfarrheim umgebaut werden. »Neue sanitäre Anlagen und eine Küche werden eingebaut«, berichtet Klaus Lange. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates hoffen, dass das Angebot des Dorf-Cafés langfristig stattfinden kann. Voraussetzung dafür sind weitere Helfer und viele Besucher.

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