Asylbewerberunterkunft Borgentreich: Polizei verzeichnet »eine Handvoll Ladendiebstähle« »Wir beschönigen nichts«

Borgentreich (WB). Nach Überzeugung der Stadt Borgentreich, der Bezirksregierung Arnsberg, der Kreispolizeibehörde und der Malteser Werke ist der Betrieb der zentralen Unterbringungseinrichtung für Asylbewerber in der ehemaligen Desenberg-Kaserne sehr gut angelaufen.

Von Ralf Benner
Die Mitglieder des Runden Tisches sehen die Asylbewerberunterkunft auf einem guten Weg (von links): Rainer Queren, Chef der Polizeiwache Warburg, Stadtbrandmeister Sebastian Göke, Einrichtungsleiter Lutz Köller, Peter Ernst, Dezernent der Bezirksregierung Arnsberg, Bürgermeister Rainer Rauch sowie Michael Bauermann und Daniela Scholz von der Bezirksregierung.
Die Mitglieder des Runden Tisches sehen die Asylbewerberunterkunft auf einem guten Weg (von links): Rainer Queren, Chef der Polizeiwache Warburg, Stadtbrandmeister Sebastian Göke, Einrichtungsleiter Lutz Köller, Peter Ernst, Dezernent der Bezirksregierung Arnsberg, Bürgermeister Rainer Rauch sowie Michael Bauermann und Daniela Scholz von der Bezirksregierung. Foto: Ralf Benner

Im Rahmen der Ordnungspartnerschaft kamen Vertreter dieser Institutionen gestern zum dritten Mal im Borgentreicher Rathaus zusammen. Sie nahmen dieses Treffen zum Anlass, um nach knapp drei Monaten eine erste Zwischenbilanz zu ziehen.

»Die Sicherheitslage hat sich nicht negativ verändert«, sagt Höxters Polizeidirektor Jürgen Koch. Nach seinen Angaben hat es im Zusammenhang mit den Flüchtlingen bisher rund ein Dutzend Straftaten gegeben. Neben kleineren Rangeleien der Asylbewerber untereinander, die sich alle auf dem Kasernengelände zugetragen hätten, verzeichnete die Kreispolizeibehörde »eine Handvoll Ladendiebstähle«, so Koch. »Polizeilich kommen wir mit dieser Situation gut zurecht. Mit dem bisherigen Verlauf sind wir sehr zufrieden«, stellt er fest.

Von untragbaren Zuständen in Borgentreich, wie sie auf einer namentlich von ihm nicht genannten Internetseite oder in sozialen Netzwerken kolportiert würden, könne keine Rede sein, macht Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch deutlich. »Wir beschönigen nichts. Aber nicht jedes Gerücht, das in Borgentreich im Umlauf ist, stimmt – und gegen Hetze muss man sich verwahren.« Es sei zum Beispiel nicht wahr, dass ein im Ort ansässiger Discounter das Personal seines Sicherheitsdienstes aufgestockt habe, um sich der Ladendiebstähle zu erwehren, führt das Stadtoberhaupt aus.

Ganz entschieden widerspricht Polizeidirektor Jürgen Koch der vielfach von Borgentreichern geäußerten Behauptung, die Polizei würde Straftaten, die im Zusammenhang mit der Asylbewerberunterkunft stehen, bewusst unter den Tisch kehren. »Wir verschweigen nichts und veröffentlichen alle schwerwiegenden Straftaten in unserem Polizeibericht«, versichert er dem WESTFALEN-BLATT. 

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