Ausnahmegenehmigung für die Sekundarschule – Abiturjahrgang am Gymnasium Die Grundschule wächst

Beverungen (WB). 122 Kinder sind für das kommende Schuljahr an der Grundschule in Beverungen und am Teilstandort Dalhausen angemeldet worden; sechs Eingangsklassen werden gebildet. Die Zahlen sind jetzt im Schulausschuss bekannt gegeben worden.

Von Alexandra Rüther
66 künftige Fünftklässler sind am Gymmasium Beverungen angemeldet. Ob zwei oder drei Klassen gebildet werden, steht noch nicht fest.
66 künftige Fünftklässler sind am Gymmasium Beverungen angemeldet. Ob zwei oder drei Klassen gebildet werden, steht noch nicht fest. Foto: WB-Archiv

Die Anmeldefrist für die Schulen ist zwar abgelaufen, trotzdem können sich die Zahlen durch Zuzüge und Zuweisungen noch verändern, wie Schulamtsleiter Frank Filmar erklärte. Das betreffe jede Schulform.

Grundschule

Die Sechszügigkeit an der Grundschule stehe also unter Vorbehalt bis zum Beginn des Schuljahres. Am Hauptstandort Beverungen liegen jetzt 84 Anmeldungen vor, am Teilstandort Dalhausen 38. Aus dem Bereich der Stadt Beverungen sind alle 88 schulpflichtigen Kinder angemeldet worden, darunter befinden sich elf Kinder mit einer Zuwanderungsgeschichte aus dem Ausland. 14 Kinder aus Beverungen, Herstelle, Würgassen und Amelunxen wandern aus Beverungen ab. Sie wurden an den Grundschulen in Bad Karlshafen, Lauenförde und Ottbergen angemeldet. An der Grundschule Dalhausen wurden alle infrage kommenden Kinder aus den Ortschaften Dalhausen, Haarbrück, Jakobsberg, Rothe und Tietelsen angemeldet, darüber hinaus sieben Kinder aus Borgholz und eins aus Natingen sowie fünf schulpflichtige Asylbewerberkinder.

Sekundarschule

An der Sekundarschule wurden 54 Kinder angemeldet. Damit unterschreitet die Schule zum Ende der Anmeldefrist – wie bereits im vergangenen Jahr – die Mindestgröße von 60 Schülern. Aber: »Wir haben eine umfangreiche Stellungnahme formuliert, weil wir sicher sind, dass im Laufe des Schuljahres die erforderliche Mindestgröße noch erreicht wird«, erklärte Frank Filmar. Daraufhin habe die Bezirksregierung Ende März die Genehmigung erteilt.

Gymnasium

Für den Jahrgang fünf am Gymnasium sind 66 Kinder angemeldet worden. Ob hier zwei oder drei Klassen gebildet werden, entscheidet sich erst nach dem Versetzungs- und Einstellungsverfahren zum neuen Schuljahr. Die Einführungsphase (EF) am Gymnasium besteht zum nächsten Schuljahr ausschließlich aus Schülern, die von anderen Schulen kommen – insgesamt 24. Hintergrund ist, dass im Zuge des Schulversuchs G9 neu die Schüler aus der Klasse neun erst in die Klasse zehn der Sekundarstufe I wechseln und die Oberstufe erst mit dem Jahrgang elf beginnt. »Wir werden die 24 Schüler mit leichten Einschränkungen im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich zum Abitur führen können«, sagte Schulleiter Karl-Günter Marquardt. Das sei wichtig, um durchgehend einen Abiturjahrgang zu haben.

Abwanderungen

14 Kinder, die in Beverungen zur Grundschule gegangen sind, verlassen die Stadt, um andere weiterführende Schulen zu besuchen. Zwei Kinder wurden am Gymnasium Brede angemeldet, sechs an der Realschule Brede (davon kommen vier Kinder aus Borgholz, die an der Grundschule Dalhausen waren) und sechs an der Gesamtschule Bad Karlshafen.

38 Kinder aber kommen von auswärts dazu, darunter sind 18 aus Lauenförde. 24 wurden am Gymnasium angemeldet, 14 an der Sekundarschule.

In dem Zusammenhang betonte der Leiter der Sekundarschule, Klaus Oppermann, »dass wir zu wenig Kinder haben, um einen sicheren und stabilen Zustand zu bekommen«. Hier sei auch die Politik in den Ortschaften gefragt, mit den Eltern ins Gespräch zu kommen und sie über den Schulstandort Beverungen zu informieren.

Auch Bürgermeister Hubertus Grimm sagte, dass jeder Schüler, der nicht in Beverungen zur Schule gehe, der Stadt weh tue. »Und es macht großen Sinn, den Eltern ins Gewissen zu reden, sich zum Schulstandort der Stadt zu bekennen, in der sie leben und von der sie eine gewisse Infrastruktur erwarten. Aber das tun wir auch.«

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