Ermittlungen gegen Frau aus Beverungen Lufthansa informiert Polizei über »falsche Angehörige«

Berlin/Beverungen (WB). Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine ist eine Frau aus Beverungen (Kreis Höxter) unter Verdacht geraten. Sie soll sich fälschlicherweise als eine Verwandte der getöteten Lehrerin Stefanie T. aus Brakel (Kreis Höxter) ausgegeben haben, um mit der Lufthansa zum Absturzort zu reisen. Die Fluggesellschaft informierte die Bundespolizei.

Die angeklagte Frau aus Beverungen soll zweimal auf Lufthansa-Kosten in die Unglücksregion geflogen sein und auch die Gedenkstätte in  Seyne-les-Alpes besucht haben.
Die angeklagte Frau aus Beverungen soll zweimal auf Lufthansa-Kosten in die Unglücksregion geflogen sein und auch die Gedenkstätte in Seyne-les-Alpes besucht haben. Foto: dpa

Markus Tewes, der Sprecher der Polizei im Kreis Höxter, sagte dem WESTFALEN-BLATT, die Lufthansa habe die Bundespolizei informiert. Diese habe den Vorgang an die Polizei Höxter weitergeleitet, die nun die Beschuldigte befragen und dem Betrugsverdacht nachgehen werde. Klaus Gorny, Sprecher bei der Lufthansa, sagte: »Wir bedauern sehr, dass die Angehörigen durch diesen Vorfall in ihrer Trauer gestört wurden.«  

Lufthansa habe Angehörigen  in den ersten Tagen nach dem Unglück unbürokratisch helfen wollen. Man habe Angaben deshalb zunächst nur auf eine gewisse Plausibilität geprüft. Die Frau aus Beverungen soll zweimal auf Lufthansa-Kosten in die Unglücksregion geflogen sein und auch die Gedenkstätte in  Seyne-les-Alpes besucht haben. Eine Rückfrage der Fluggesellschaft bei den Eltern der toten Lehrerin soll den Verdacht aufgebracht haben.

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