Kooperation zwischen Gräflichen Kliniken und St. Johannisstift Paderborn Über den Tellerrand geschaut

Bad Driburg (WB). Ein halbes Jahr nach Beginn der Kooperation zwischen den Gräflichen Kliniken Bad Driburg und dem St. Johannisstift Paderborn ziehen die Pflegeschüler Bilanz. Und die fällt positiv aus.

Bianca Sander, Bereichsleitung Neurologie, Stephan Funk, Praxisanleiter, Thomas Grasshoff, Pflegedienstleiter, Marie Johanna Lüttig, Gesundheits- und Krankenpflegeschülerin, Natali Iks, Praxisanleiterin und Praxisanleiterin Ivonne Fischer.
Bianca Sander, Bereichsleitung Neurologie, Stephan Funk, Praxisanleiter, Thomas Grasshoff, Pflegedienstleiter, Marie Johanna Lüttig, Gesundheits- und Krankenpflegeschülerin, Natali Iks, Praxisanleiterin und Praxisanleiterin Ivonne Fischer. Foto: Marcus-Klinik

Sie wurden zu ihrer Ausbildung befragt und konnten verschiedene Aspekte bewerten. Die Marcus-Klinik aus dem Verbund der Gräflichen Kliniken hat bei der Betreuung der Schüler und der Vermittlung theoretischen Hintergrundwissens besonders gut abgeschnitten.

Jeder Schüler bekommt gleich zu Beginn des sechswöchigen Einsatzes in der Marcus-Klinik einen fachlich ausgebildeten Praxisanleiter zur Seite gestellt. »Gerade die neurologische Pflege ist sehr komplex, so dass die Schüler in den speziellen Pflegesituationen und Pflegetechniken einen Ansprechpartner benötigen«, erklärt Thomas Grasshoff, Pflegedienstleiter der Marcus-Klinik. »Außerdem geben die Pflegeexperten den Auszubildenden einen zusätzlichen theoretischen Input zu den verschiedensten Themen. Im Schnitt wird pro Pflegeexperte und Einsatz eine Zeitstunde Unterricht eingeplant«, erläutert er das Konzept.

»Anleitungsqualität am Einsatzort«

Und dies findet Anklang, denn die Pflegeschüler haben in ihrer Praxisreflexion für die »Anleitungsqualität am Einsatzort« und die »Bereitstellung einer anleitenden Pflegekraft« volle Punktzahl an die Marcus-Klinik und somit auch an die dafür verantwortlichen Praxisanleiter und Pflegekräfte vergeben.

Theoretischen Unterricht bekommen die Pflegeschüler in den Bereichen Schmerzmanagement, Förderung der Kontinenz, Lagerung, Transfertechniken und Entlassungsmanagement sowie Wundmanagement und neurologische Krankheitsbilder.

Letzteres unterrichtet Pflegedienstleiter Thomas Grasshoff persönlich. Bereits zehn Pflegeschüler waren in den vergangenen sechs Monaten in der Marcus-Klinik im Einsatz.

Für die angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger und –pflegerinnen bietet die Kooperation die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen. Sie werden dadurch nicht nur in einem Akut-Krankenhaus eingesetzt, sondern absolvieren auch einen Teil ihrer Ausbildung in Reha-Einrichtungen.

Als potenzieller Arbeitgeber präsentieren

»Von der Kooperation profitieren natürlich nicht nur die Auszubildenden, sondern auch wir versprechen uns einen Gewinn für die Gräflichen Kliniken und den Kreis Höxter«, erläutert Peer Kraatz, Geschäftsführer der Gräflichen Kliniken in Bad Driburg. »Da wir selbst über keine Pflegeschule verfügen, freuen wir uns über diese neue Möglichkeit, die Schüler schon während ihrer Ausbildung für den Reha-Bereich und unsere Region zu interessieren. Letztlich ist dies auch eine Chance für uns, sich als potenzieller Arbeitgeber zu präsentieren.«

Die Teilnahme an der Reflexion ist Pflicht für die Pflegeschüler, sie wird anonym durchgeführt und ausgewertet. »Unsere Pflegeschüler sind die Zukunft – sie sichern eine optimale pflegerische Versorgung unserer Patienten«, beschreibt Thomas Graßhoff, wie wichtig gut ausgebildete Pflegekräfte sind.

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